Falsche „Enkel“ erleichtern Seniorinnen um 45.000 Euro

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Eine  89 Jährige wurde um 15.000 Euro ärmer, eine 92 Jährige sogar um 30.000 Euro. Und beide alten Damen gaben diese horrenden Summen freiwillig her. Auf perfiden psychologischen Druck falscher „Enkel“.

Beide Betrügereien passierten vorige Woche in Dortmund. Am 23.10.2017 bekam eine 92Jährige aus dem Dortmunder Süden den verhängnisvollen Anruf eines vermeintlichen Enkels. Er brauche dringend Geld – viel Geld – für einen Autokauf.

Die alte Dame hatte tatsächlich 30.000 Euro zu Hause – und händigte die Summe arglos einem ihr völlig unbekannten Abholer aus. Angeblich kam er für den Enkel.

Bereits drei Tage zuvor meldeten sich Betrüger bei einer 89-Jährigen: Diesmal benötigte ein angeblicher Enkel stolze 30.000 Euro für eine Eigentumswohnung.

Das Opfer konnte – zu seinem Glück!“ – „nur“ 15.000 Euro aufbringen. Die wurden dann aber ebenfalls von einem fremden Mann an der Haustür der Frau abgeholt, diese ahnte nichts Böses, Mann und Geld verschwanden auf vermutlich Nimmerwiedersehen. Der Enkel, der das Geld benötigte? Auch hier ein Fake.

Die Polizei rät:

– Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon um Geld
bittet!

– Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr
Gesprächspartner – zum Beispiel ein angeblicher Enkel – um Geld
von Ihnen bittet! Vergewissern Sie sich bei der Familie, ob der
Anrufer ein wirklicher Verwandter ist.

– Rufen Sie ihn unter den Ihnen bekannten Rufnummern zurück!

– Übergeben Sie Ihr Geld niemals an Ihnen unbekannte Personen!

– Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein
Anruf verdächtig vorkommt!

– Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei – egal, ob sie den
Enkeltrick erkannt haben oder schlimmstenfalls sogar Opfer
geworden sind. Und: Erstatten Sie Anzeige!

– Bei Fragen helfen Ihnen die im Opferschutz besonders geschulten
Beamtinnen und Beamten der Polizei gerne