Lesung und Ausstellung zum Thema Rassismus

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Eine Lesung mit dem Titel: „Die haben gedacht, wir waren das“. Dazu die Ausstellung:“Sie hatten einen Namen“. Beides zu erleben am Mittwoch, 8. November, in Unna.
In der Schwankhalle des Zentrums für Informations und Bildung (ZiB) befasst sich ab 18.30 Uhr eine Lesung nebst Ausstellung mit den Themen Gewalt und Rassismus, teilt die Stadt Unna mit.
„Welche Spuren hinterlassen Rassismus und Gewalt bei den Betroffenen? Wie hat es sich auf die Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße ausgewirkt, dass sie jahrelang selbst dieser Tat verdächtigt wurden bevor man dem NSU auf die Spur kam?“, heißt es in der Beschreibung der Veranstaltung.
„40 Persönlichkeiten aus Publizistik, Wissenschaft und Politik, allesamt mit Migrationshintergrund, setzen sich aus ihrem Blickwinkel mit dem NSU-Komplex und seinen Auswirkungen auseinander und nehmen Stellung.“
An diesem Abend sind als Diskussionspartner vertreten:
Kemal Bozay, Wissenschaftler an der FH Dortmund und der Uni Köln
Ali Sirin, Sozialwissenschaftler, Planerladen Dortmund
Funda Özfirat, Lehrerin
Kutlu Yurtseven, Initiative Keupstraße, Musiker und Schauspieler
Gleichzeitig wird die vom Bielefelder Verein für Demokratisches Handeln e.V. konzipierte Ausstellung „Sie hatten einen Namen“ in ihrem Hauptteil gezeigt. „170 Todesopfern rechtsextremer Gewalt aus den Jahren 1990 bis 2010 soll eine Öffentlichkeit verschafft werden. Nicht als „Opfergruppe“, sondern als Individuen, die in dieser Gesellschaft gelebt haben, Teil von ihr waren und einen Namen hatten“, schreibt die Stadt dazu.