„Ohne Kommentar“: Was ein katholischer Priester im Lidl in Werl an der Kasse erlebte

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Katholischer Priester bei der Hostiengabe. (Symbolbild / Pixabay)

Unnas Nachbarstädtchen Werl ist mit seiner imposanten Basilika als Wallfahrtsstadt bekannt.  Die katholische Propstei Werl, die 6 katholische Gemeinden unter ihrem Dach vereint, berichtet auf dem Titelblatt ihrer aktuellen Pfarrnachrichten über ein Erlebnis, das einem ihrer Gemeindepfarrer kürzlich an der Kasse des Werler Lidl widerfuhr.

Einleitet ist das kursiv gedruckte Textstück mit den Worten: „Ohne Kommentar!“. Es wird im Pfarrbrief denn auch mit keinem weiteren Wort mehr kommentiert.

Die Schilderung im Wortlaut (Quelle: Pfarrnachrichten Propstei Werl)

Einer unserer Gemeindepriester schreibt ein Erlebnis in Werl vom Oktober 2017 auf:

„Ich stelle mich Samstag am frühen Nachmittag nach erfolgtem Einkauf an die Kasse im Lidl/Werl, um zu bezahlen. Bekleidet war ich mit der üblichen priesterlichen Alltagsdienstkleidung, also als Priester erkennbar.

Der Supermarkt war recht gut gefüllt und wenn ich richtig gesehen habe, waren alle Kassen geöffnet. Vor mir waren noch 3 Kunden und hinter mir noch ein weiterer Kunde.

Direkt vor mir war eine Dame, vermutlich (?) Herkunft, mit einem langen, beige-braunen Mantel bekleidet und einem dunkelbraunen Kopftuch.

Sie legte gerade die Ware auf das Kassenband. Plötzlich kam (offensichtlich) der Ehemann dieser Frau dazu. Als er mich sah, begann er, mich in seiner Muttersprache zu beschimpfen. Dass es eine Beschimpfung war, war eindeutig!

Ich habe darauf in keiner Weise reagiert. Dann aber fasste der besagte Mann an meinem Einkaufswagen und schüttelte/schob selbigen hin und her, während er weiter schimpfte.

Daraufhin fühlte ich mich aufgefordert, zu reagieren und sagte dem Herrn mit normal höflichem Ton, dass er ruhig in deutscher Sprache mit mir sprechen könne, da ich die durchaus verstünde.

Er schaltete direkt um und schimpfte wie folgt: „Du Ungläubiger!“  – „Du Schwein!“  – Sofort wählte ich ohne Kommentar mit dem Handy die Nummer der Polizei, die sich nicht zuständig sah.

Von den Umstehenden hat niemand etwas dazu gesagt.“

  • Die christlichen Kirchen in der Wallfahrtsstadt Werl pflegen mit der islamischen Gemeinde einen engen und herzlichen Austausch. Die Moschee der Fatih Camii Werl in der Stadtmitte wurde vor einigen Jahren aufwändig saniert und modernisiert.

Zu den zitierten Beleidigungen: Zumindest einer der genannten Ausdrücke – „du Schwein“ – ist eindeutig eine Beleidigung und damit ein Straftatbestand. Im Bußgeldkatalog ist diese Beschimpfung (noch um ein beleidigendes Adjektiv erweitert) mit über 450 Euro belegt. https://www.bussgeldkatalog.org/beleidigung-im…/

UPDATE 2. 11. 2017: STELLUNGNAHMEN DER KIRCHE UND DER POLIZEI

4 KOMMENTARE

  1. In diesem Zusammenhang darf ich daran erinnern, dass vor zwei Jahren sehr viele Menschen vor derartigen Zuständen gewarnt haben. Diese sogenannten „besorgten Bürger“ wurden mit einer erhebliche Arroganz von den katholischen und evangelischen Würdenträgern belächelt und als „rechte Hetzer“ oder „Nazis“ beschimpft. Es wurden „Aktionsbündnisse“ der Kirchen gegen die AfD gegründet und zusammen mit der radikalen Antifa gegrölt und geschrien. Die Polizei vertuscht und verheimlicht Straftaten unserer Neubürger, nur um nicht als „rassistisch“ zu gelten.

    Ist dieser Gemeindepriester denn wenigstens intelligent genug, das neu Erlernte umzusetzen? Oder will er weiterhin ein Kreuzchen bei CDU/SPD/GRÜNE/LINKE machen ? Soll auch noch die andere Wange hingehalten werden ? Oder möchte vielleicht jemand etwas ändern ?