Gewalt mit Messern und Stöcken überschattet Unnas Kirmes – Zeugen: Asylbewerber griffen an

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Der Autoscooter auf der Katharinenkirmes Unna. (Archivbild)

Massive Gewaltausschreitungen haben am Freitag- und Samstagabend die Unnaer Katharinenkirmes überschattet. An beiden Abenden griff nach bisherigem Ermittlungsstand eine Gruppe von Asylbewerbern mit Messern und Stöcken bewaffnet Deutsche an: am Freitag vor einer Bahnhofsgaststätte, am Samstag am Autoscooter auf dem Busbahnhofgelände.

Es gab zwei Leichtverletzte und einen Schwerverletzten. Ein Polizeiaufgebot von 16 Streifenwagen aus dem Kreis Unna und den Nachbartkreisen war am Samstagabend im Einsatz.

Wie die Unnaer Polizeileitstelle am Sonntagmittag (29. 10. 17) schilderte, gingen am Freitagabend gegen 23.30 Uhr mehrere Notrufe ein. Vor einer Gaststätte am Bahnhof sei eine größere Schlägerei im Gange.

Unterschiedlichen Zeugenangaben zufolge konnten bis zu 25 Personen in die Handgreiflichkeiten verwickelt sein. Die Einsatzkräfte der Polizei sortierten die Lage vor Ort.

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand erfolgte der Angriff auf Gäste der Schankwirtschaft  aus einer größeren Gruppe von Asylbewerbern unterschiedlicher Nationalitäten“, stellt die Leitstelle den Status Quo vom Sonntag dar.  Stöcke und Messer seine im Spiel gewesen. Die Attacke blieb nicht ohne Folgen.

Ein 47jähriger Mann aus Unna erlitt schwere Verletzungen, ein  25jähriger Unnaer wurde leicht verletzt, beide wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Die Polizei leitete unverzüglich  die Fahndung ein.

Als Tatverdächtige wurden zwei 19- und 18jährige Syrer aus Bönen und Unna vorläufig festgenommen. Nach Durchführung der erforderlichen Maßnahmen entließ man sie wieder auf freien Fuß.

Am Samstagabend kurz nach 22 Uhr kam es erneut zu Schlägereien mit einer Vielzahl von Beteiligten, diesmal im Bereich des Autoscooters auf dem Kirmesgeländes am Busbahnhof.

„Auch hier sollen wieder Messer und Stöcke im Spiel gewesen sein“, schildert die Polizeileitstelle die Darstellung von Zeugen vor Ort. Diese sprachen von „etwa 25 bis 50 Personen arabischen / südländischen Aussehens“. Nach weitergehenden Informationen soll es sich hauptsächlich um Männer syrischer Herkunft gehandelt haben, aber auch andere Nationalitäten waren vertreten, z. B. Afrikaner.

Auch diese Aggressionen seien wie am Vorabend wieder von einer größeren Gruppe Asylbewerber ausgegangen.

Die Stimmung war so aggressiv und aufgeheizt, dass ein starkes Kräfteaufgebot der Polizei notwendig wurde, um die Lage zu beruhigen. 16 Streifenwagen aus dem ganzen Kreisgebiet, Dortmund, Soest und Hamm wurden zum Busbahnhof beordert.

Es gab bei dieser Schlägerei einen weiteren Verletzten.

„Da es sich bei den Beteiligten teilweise um dieselben Personen wie in der Nacht zuvor handelte, liegt der Verdacht eines Zusammenhangs nahe“, fasst die Polizei den momentanen Ermittlungsstand zusammen. Die Ursache der Auseinandersetzungen könnte in einem mehrere Wochen zurückliegenden Konflikt zwischen einem Asylbewerber und einem Deutschen liegen.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Hinweise nimmt die Polizei in Unna (Tel.: 02303/9213122) entgegen.

  • In der Nacht zu Sonntag wurde erneut ein Polizeieinsatz in Unna-City notwendig, diesmal wegen sexueller Belästigungen
  • Auch im vorigen Jahr war es auf der Katharinenkirmes zu Ausschreitungen gekommen –ARCHIVBERICHT

8 KOMMENTARE

  1. Auch wenn ich mich wiederhole: Genau wie vor dem „Hass auf die ungläubigen Schweine“ wurde vor zwei Jahren vor solchen Ereignissen gewarnt. Die „bösen rechten Hetzer“ haben ebenfalls vor der Zunahme der Vergewaltigungen und dem mangelnden Respekt vor der Polizei gewarnt. Leider kam (und kommt!) es viel schlimmer als befürchtet.

    Damit auch alle verstehen, was da passiert ist: Der überörtliche Polizeieinsatz mit 16 Streifenwagen und Polizisten aus der gesamte Region hat extrem viele Ressourcen gebunden. Wenn sich gleichzeitig an anderer Stelle etwas Vergleichbares ereignet hätte, wäre es uns nicht besser gegangen als dem katholischen Gemeindepfarrer. Die Leitstelle hätte gesagt: „Da können wir jetzt leider nicht viel machen.“
    Und NEIN, Ihr linken Schlauberger: Kirmesprügeleien hat es früher in DIESER Form NICHT gegeben !

    Was sagen eigentlich die unzähligen „Bündnisse gegen Rechts“ und unsere Kirchen zu den ständig wiederkehrenden Flüchtlingsvergehen? Susanne Herzog ? Haben Sie wenigstens kurzzeitig Ihre Position überdacht ? Heike Palm ? Wollen Sie immer noch mit alle Gewalt gegen den Rundblick Unna kämpfen, sobald die Wahrheit öffentlich gemacht wird ? Eventuell finden unser linksextremen Kämpfer ja sogar DDOS-Attacken okay? …. Mein Freund Wunderlich ? Die statistische Wahrscheinlichkeit, von einem neuen, schutzsuchenden, asylbegehrenden Nachbarn geschächtet, verprügelt oder vergewaltigt zu werden ist in den letzten Monaten massiv gestiegen. Und sie steigt jeden Monat weiter.

    Mich würde ja wirklich interessieren, ob Ihr Eure verbohrte, ideologische Position beibehalten habt. Oder wollen wir gemeinsam jetzt doch an der Situation etwas ändern?

  2. Vielleicht ist es nützlich, das Gelände der Kirmes abzusperren wie auf einem Musikfestival. Zugangskontrollen beziehungsweise Waffelnkontrollen sind nicht vermeidbar. Laut Polizei waren am dritten Abend genauso deutsch und serbische Schläger beteiligt. Offensichtlich sind die Schlägereien organisiert und provoziert gewesen. Von welcher Seite und wie muss man wohl noch herausfinden.

    • Hallo Expressionist, du meinst gewiss „Waffenkontrollen“ (lustiger Tippi 😉 ). Zu deinen Anmerkungen: Die Schlägereien waren verabredet und provoziert, das ist richtig. Zugangskontrollen bei Unnaer Innenstadtfesten wurden immer mal wieder diskutiert, stets aber als unmachbar verworfen, weil das Festareal von zahlreichen Nebenstraßen aus zugänglich ist. Im kommenden Jahr wird die Kirmes zumindest am Busbahnhof ohnehin wegen des Baus des neuen Büroturms und Parkhauses wohl eher gar nicht stattfinden können.