Kirmes-Schlägerei auch am Sonntag – Polizei: In dieser Häufung ungewöhnlich

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Offenbar treffen sich Gruppen, die etwas im Schilde führen, gern in der Nähe des Autoscooters.

Diese Kirmes hat es in sich.

„Dass es zu so vielen Vorfällen an drei aufeinanderfolgenden Tagen kommt, ist ungewöhnlich“, sagte uns am Montagmorgen auf Nachfrage Pressesprecher Thomas Röwekamp von der Unnaer Polizei. „Prinzipiell allerdings gibt es immer Schlägereien auf der Kirmes, interessanterweise oft in der Nähe des Autoscooters.“

Offenbar treffen sich dort Gruppen, die auf Krawall aus sind. So auch gestern Abend auf der Bahnhofsstraße, Höhe Katharinenhof. Die Situation ist undurchsichtig.

Der Polizei zufolge gerieten erneut zwei größere Gruppen aneinander, entgegen erster Vermtungen der Leitstelle war jedoch keiner der Delinquenten bereits an den Schlägereien tags zuvor beteiligt.

Gegen 19:00 Uhr am Sonntagabend gingen laut Röwekamp mehrere Personen aufeinander los. Ein 30-Jähriger Libanese hätte einen anderen Mann geschlagen und daraufhin mit einem Schlagstock einen Hieb auf den Kopf bekommen, so Zeugen. Er selbst sei das Opfer und sei unvermittelt mit dem Stock angegriffen worden – so die andere Version.

Unstrittig ist jedoch, dass es zu einer Schlägerei unter den Gruppen kam und im Getümmel eine 15-Jährige verletzt wurde: Auch sie bekam den Schlagstock zu spüren und musste mit einer Schulterverletzung ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

„Wer sie letztendlich verletzt hat, ob Freund oder Feind, ließ sich nicht mehr feststellen“, so Röwekamp. Festnahmen gab es nicht.

Wir sprachen mit Pressesprecher Thomas Röwekamp von der Polizei Unna.

Jede der beiden Gruppen bestand – anders als bei den zwei vorangegangenen Schlägereien – aus bunt gemischten Nationalitäten – sowohl Deutsche als auch Serben und Libanesen waren mit von der Partie. Am Freitag- und Samstagabend hingegen waren die Fronten klar getrennt gewesen. Da waren Asylbewerber unterschiedlicher Nationalitäten (hauptsächlich syrischer, aber auch afrikanischer Herkunft) mit Deutschen aneinandergeraten, Zeugen sagten aus, dass in beiden Fällen die Deutschen angegriffen worden seien.

„Wir werden heute, am letzten Kirmes-Abend, verstärkt darauf achten, Schlägereien zu unterbinden“, verspricht Thomas Röwekamp. „Eine explizite Bewachung des Autoscooters ist aus personellen Gründen nicht möglich. Wir arbeiten aber eng mit dem privaten Sicherheitsdienst zusammen, der uns in der Regel unverzüglich alarmiert, wenn etwas vorfällt.“

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