Bundespolizei am Limit – Nur noch Millionen von Überstunden gewähren Sicherheit

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 Die Gewerkschaft der Bundespolizei schlägt Alarm. Nur noch mit einer immensen Zahl von Überstunden sei die Sicherheit zu gewährleisten.

Die Personalstärke zur Sicherung von Bahnhöfen, Fußballspielen, Flughäfen, zur Grenzsicherung und für den Einsatz bei Abschiebungen sei völlig unzureichend, kritisierte der GdP Bundespolizei  gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.  Nur knapp 80 Prozent der aktuellen Planstellen seien besetzt.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW sei noch nicht einmal die Sollstärke erreicht, sie liege bei 3000 Beamten. In manchen Ruhrgebietsregionen sei jede zweite Stelle vakant.

Für Aufgaben im Grenzbereich sieht die Gewerkschaft die Bundespolizei vor allem im  einwanderungsreichsten Bundesland NRW nicht mehr gerüstet. Mobile Einreisekontrollen seien nicht im nötigen Umfang möglich: Die wenigen Beamten seien komplett mit der Sicherheit an Bahnhöfen und der Aufsicht ausreisepflichtiger Migranten eingedeckt.

Den rapide wachsenden Aufgabenumfang habe die Politik seit Jahren mit einem Schrumpfen des Personalbestands beantwortet.

Bundesinnenminister de Maizière (CDU) hatte Ende 2016 angekündigt, die Bundespolizei zwischen 2017 und 2020 um 3.250 Stellen aufzustocken.

Die Innere Sicherheit, so die Polizeigewerkschaft, sei nur noch durch den enormen Einsatz der Kollegen mit 2,3 Mio.  aufgelaufenen Überstunden gegeben.

1 KOMMENTAR

  1. Allein schon der Fakt, daß das ganze Einwanderungsproblem soviel zusätzliche Polizisten erfordert, sollte der Bundesregierung doch zu denken geben. Dem Normalbürger werden immer mehr Dienstleistungen entzogen und die Leistungen, die bleiben werden fast unbezahlbar. Das ist hier in den Niederlanden genau so Aktuell wie in Deutschland. Das kann auf Dauer einfach nicht Gut gehen.