Mülltrennung mangelhaft! Kreis-SPD kündigt verstärkte Tonnenkontrollen an

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Aktuelles Beispiel von Biomüll-"Trennung" in Kamen-Heeren. (Foto: Privat)

Gute und weniger gute Nachrichten gibt es von der SPD in Sachen Abfallwirtschaft.

Die erfreuliche Kunde: Abfallgebühren im Kreis sinken zum 1. Januar 2018 deutlich – um rund 12 Prozent. Rund die Hälfte der Einsparungen kann an die Bürger weitergegeben werden. – ABER.

Die Mülltrennungsdisziplin vieler Bürger ist nach wie vor so suboptimal, dass verschärfte Tonnenkontrollen notwendig werden. Zu diesem Ergebnis kommt die SPD-Fraktion im Kreistag Unna nach einer Zusammenkunft mit Kreisumweltdezernent Dr. Detlef Timpe.

Danach stellt der Kreis weiterhin eine Vielzahl von Fehlwürfen fest, sowohl in der Wertstofftonne (gelbe Tonne) als auch in der Biotonne.

„Die Störstoffe kosten richtig Geld. Und zwar für alle“, betont SPD-Kreisfraktionschefin Brigitte Cziehso. „Neben einer guten Abfallberatung werden wir die Kontrollen verstärken müssen.“ Sprich: Bevor die Tonne vor dem Haus geleert wird, wird nachgeschaut, ob auch nur drin ist, was reingehört. Und falls nicht – bleibt sie stehen. Basta.

Die Gesamtsumme für die Abfallbeseitigung, den der Kreis den 10 Städten und Gemeinden in Rechnung stellt, sinkt um 2,3 Mio. Euro – von 20,9 auf 18,6 Mio. Euro. Das sind rund 12% minus. Der Grund liegt in der Neuverhandlung der Verträge für die Müllverbrennungsanlage (MVA)  Hamm, die der Kreis gemeinsam mit Dortmund, Hamm und zu geringen Anteilen mit den Kreisen Warendorf und Soest betreibt.

Die Städte und Gemeinden sind für das Sammeln und Transportieren des Abfalls zuständig – das ist der zweite Teil der Rechnung. Hier kommt es zu „normalen“ Kostensteigerungen, u.a. durch den tariflichen Anstieg der Gehälter.

„Dr. Timpe geht daher davon aus, dass letztendlich rund 5 bis 6% der Kostensenkung des Kreises an die Bürger weitergegeben wird“, schließt die SPD.