Parallelen zur Kamener Straße: 2 neue Flüchtlingsheime in Soest – Anwohnerproteste

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So sollen die Unterkünfte für Asylbewerber im Soester Norden aussehen. (Grafik: Architekturbüro)

Unter Anwohnerprotesten ist in Soest der Baustart für zwei neue Flüchtlingsheime erfolgt.  Sie sollen – fast identisch wie die geplante Unterkunft in Unna-Königsborn – 60 Menschen Platz bieten und ebenso wie in Königsborn am Rand eines gewachsenen Wohnviertels entstehen.

Wie der WDR Südwestfalen schilderte, seien die Nachbarn der künftigen Neubürger gegen den Bau der beiden Gebäude „Sturm gelaufen. Sie befürchteten, mit den Flüchtlingen würden Randale und mehr Kriminalität Einzug halten“, wird der Grund für den Widerstand geschildert.

Die Stadt Soest sei den erbosten Bürgern durchaus entgegengekommen: Ursprünglich sollten sogar vier Häuser gebaut werden – die Kapazität wurde also halbiert. Außerdem wolle die Stadt einen Hausmeister einsetzen, der 24 Stunden täglich erreichbar ist.

Das habe die Anwohner aber nicht beruhigt.

Laut Soester Anzeiger wurden sie vom Soester Bürgermeister dazu ermuntert, Patenschaften für die Flüchtlinge zu übernehmen.

In die Häuser mit (wie in Königsborn) insgesamt 16 Wohnungen sollen hauptsächlich sollen hier anerkannte Asylbewerberfamilien einziehen. Was ebenfalls identisch mit den Königsborner Planungen ist: Nachträglich können die Häuser mit Balkonen und Aufzügen ausgestattet werden, sollten sie irgendwann nicht mehr als Flüchtlingsheime nötig sein.

Der Soester Anzeiger berichtete über zwei Anwohnerversammlungen zu den geplanten Unterkünften:

Anwohnerversammlung 2015

Anwohnerversammlung 2017