Feuer in Zentraler Asylunterkunft: 20 Verletzte – Verdächtiger festgenommen

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Symbolbild Feuer.

Der Alarm ging gegen 1.30 Uhr Sonntagfrüh ein. In einer zentralen Flüchtingsunterbringung im Kreis Soest hat es heute Nacht (5. 11. 17)  gebrannt  – mit erheblichen Auswirkungen.

Die Unterkunft wurde geräumt, fast zwei Dutzend Menschen erlitten leichte Verletzungen, einen dringend Tatverdächtigen nahm die Polizei noch in der Nacht fest.

Wie die Kreispolizeibehörde Soest in ihrer ersten Zusammenfassung um 3 Uhr heute früh schilderte, meldete die Rettungsleitstelle der Feuerwehr um 1.25 Uhr einen Brand in der ZUE (Zentralen Unterbringung) in Rüthen. Die ZUE ist aktuell mit 216 Personen belegt.

Die Feuerwehrleute durchsuchten unter Atemschutz die Unterkunft und räumten sie komplett.

“Nach ersten Ermittlungen erlitten ca. 20 Bewohner der ZUE leichte Rauchverletzungen”, schildert die Polizei den Sachstand. “Sie wurden durch Notärzte vor Ort versorgt. Es besteht keine Lebensgefahr.”

Als Tatverdächtigen nahm die Polizei einen 22-jährigen Marokkaner fest, Bewohner der Asylunterkunft. “Der Mann steht im dringenden Tatverdacht, in seinem Zimmer das Feuer entzündet zu haben”, stellt die Polizeileitstelle die gravierenden Verdachtsmomente dar.

Obendrein sei der 22 Jährige stark betrunken gewesen, so dass eine Blutprobe angeordnet wurde.

Die Feuerwehr war mit insgesamt 4 Löschzügen aus Rüthen und Warstein, mit Rettungskräften und Notärzten vor Ort. Für die erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet vor Ort zusammengezogen; die Kripo hat die Ermittlungen übernommen.

Diese erste Zusammenfassung von heute früh schließt mit dem Hinweis: “Sobald weitere, gesicherte Erkenntnisse bekannt sind, werden wir Sie auf diesem Wege benachrichtigen. Von telefonischen Nachfragen bitten wir dringend abzusehen.”

Es bleibt daher abzuwarten, ob der mutmaßliche Brandstifter in Untersuchungshaft genommen wird.

3 KOMMENTARE

  1. Es würde mich brennend interessieren, wieviel Flüchtlingsheime in den letzten Jahren von unseren schutzsuchenden, neuen Nachbarn in Brand gesteckt wurden. Und natürlich wie viele Menschen dabei verletzt wurden und wie viele Millionen Euro der Steuerzahler für den Schaden zahlen darf.
    Vermutlich werden wir es nie erfahren……