Flüchtlinge halfen deutscher Familie in Not… will das überhaupt noch jemand lesen?

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Die folgende Geschichte nebst Foto soll zum kurzen Nachdenken anregen.

Immer öfter waren in letzter Zeit auch hier auf Rundblick negative Vorfälle mit Asylbewerbern zu lesen; zuletzt die gewalttätigen Ausschreitungen bei der Katharinenkirmes am vergangenen Wochenende.

Die Reaktionen auf diese Berichte werden zunehmend heftiger und undifferenzierter. Viele können nicht mehr – oder wollen auch gar nicht mehr – differenzieren: zwischen kriminellen und gesetzestreuen Asylbewerbern, zwischen Gewalttätigen und Friedliebenden, ausnutzend Fordernden und Dankbaren – sie sind  pauschal „Flüchtlinge“ und ausnahmslos negativ besetzt.

Unser Bild hier zeigt eine deutsche Familie aus Unna mit Asylbewerbern aus Syrien, dem Irak und dem Iran. Die jungen Männer besuchen in Unna einen Sprachkurs bei Anna Bouillon. Die mit den Herkunftsländern Afganhistan und Irak müssen alle 3 Monate mit Abschiebung rechnen, ihre Aufenthaltstitel sind jeweils auf 12 Wochen begrenzt.

Vor ca. 4 Wochen veröffentlichte ein deutscher Familienvater aus Unna, Erik,  einen Hilfeaufruf auf Facebook. Seine kranke Frau, sein kleines Mädchen und er selbst seien nicht in der Lage, alleine umzuziehen.

Diesen Aufruf las Anna Bouillon. „Ich habe die Jungs in meinen Sprachkurs gefragt, ob sie helfen wollten. Sie alle sagten sofort: Ja, auf jeden Fall“, berichtete sie uns am heutigen Samstag, als wir sie nach den Hintergründen der Geschichte fragten. Denn nach der spontanen Hilfeaktion hatte Anna kurzerhand ein Foto auf Facebook gestellt und folgenden Appell dazu verfasst: 

Als wir bei FB gesehen haben, dass ein Mann Schwierigkeiten hat, mit seiner kranken Frau und seiner kleinen süßen Tochter in eine geeignete Wohnung umzuziehen und um Hilfe bittet, haben wir nicht gezögert:

Wenn nicht wir, die selbst Leid und Krieg erfahren haben, wer dann! Es ist nicht viel, was wir zurück geben konnten, aber wir wollten damit ein Zeichen setzten:Wir sind ein mitfühlender, mitdenkender, mitgestaltender Teil dieser Gesellschaft!

Alles Gute für die Familie!
Teilt diese Nachricht, um ein Zeichen für ein humaneres Unna zu setzen!“

Die Rundblick-Redaktion fordert niemanden auf, diesen Appell zu teilen oder sich den Gedankengang zu eigen zu machen. Er soll  für sich sprechen und einen anderen Teil der Wahrheit zeigen, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit  – ebenso wie es auch bei jeder negativen Meldung der Fall ist.

Wir danken Anna Bouillon für das Foto und unserer Leserin Kym, dass sie uns auf das Posting aufmerksam machte.

 

7 KOMMENTARE

  1. Bei jedem Volk, auch bei den Deutschen, gibt es Gute und Schlechte. Das muß man sehen. Was wir jedoch in den Medien lesen, ist Hauptsächlich das, was in einer Stadt passiert. Wenn da von Einbruch, Diebstahl, Raubüberfällen, Körperverletzungen und nicht zuletzt Mord berichtet wird, dann ist das die Realität. Hier muß ich Rundblick Unna ein Kompliment machen, solche Berichte sind im Allgemeinen immer Identisch mit den Mitteilungen der Polizei und frei von persönlichen Meinungen. Dabei wird, soweit Möglich, immer Roß und Reiter genannt. In der überwiegenden Anzahl der Fälle, haben die Täter ein südländisches oder osteuropäisches Erscheinugsbild. Dadurch kann man sich vorstellen, daß die Deutschen Leser, eine Wut gegen diese Leute entwickeln. Diese Wut sollte sich aber höchstens gegen Täter richten. Ganz Gleich, welcher Herkunft. Wenn wir das auf ganze Völker abwälzen, verletzen wir unheimlich viele Menschen. Das muß man nicht wollen.

    Der obengenannte Bericht ist doch ein tolles Beispiel dafür, daß nicht alle Kriminell sind.

  2. Lesen will ich das schon. Natürlich gibt es die Guten, das weiß ich, nur wieviele sind das? Differenzieren? Ich versuche es noch, wobei es mir zunehmend schwer fällt. Aber warum sollen wir uns da den Kopf zerbrechen? Es ist nicht primär meine Aufgabe, zu differenzieren. Das hätten andere schon an der Grenze tun müssen! Zu Beginn der Migrationskrise schrieb ich hier, man möge die Asylbegehrenden grenznah in Sammellagern unterbringen, versorgen und prüfen. Echte Flüchtlinge (heute wissen wir so ca 0,5…3%) rein, den Rest (heute wissen wir ca. 97%) zurückschicken. Davon meinetwegen noch einmal eine Teilmenge (Leute die wir brauchen können UND die hier kulturell hinpassen) trotzdem aufnehmen. Aber der Rest muss gehen. Das geschieht aber nicht. Das wahre Ausmass der Katastrophe wird langsam sichtbar. Jetzt gehen mir bei „Flüchtlingen“ erst mal folgende Fragen durch den Kopf: Sind diese Personen „echte Flüchtlinge“ oder Glücksritter? Sind diese Leute Kriminelle oder Geistesgestörte, deren sich ihre Herkunftsländer entledigen wollen? Haben diese Leute nicht evtl. sogar selbst an Kriegshandlungen, Greueltaten etc. aktiv teilgenommen? Sind es gar ISIS oder andere islamische Terroristen? Die uns verachten und ausrotten wollen? Vielleicht einfach nur Leute die feige weggelaufen sind? Oder die einer Kultur der Lustlosigkeit, der unüberlegten Vermehrung und ungehemmten Korruption daheim frönten, alles in ihren Heimatländern ruinierten und jetzt hier einfach so weitermachen wollen? Die hier ihre Parallelwelt auf unsere Kosten leben wollen? Die sich niemals integrieren werden? Bei diesem Übergewicht negativer Fragestellungen (die ja durch die Realität täglich ihre Berechtigung finden), bleibt leider! nur noch zunehmend wenig Raum, für positive Fragestellungen. Die Unterdrückung und Verunglimpfung, ja gar Verfolgung, dieser Fragestellungen durch Politiker, Verbände, Kirchen, Gewerkschaften, Justiz und vor allem willfährige Medien macht es nur noch schlimmer. Nein, die Zeit zum Differenzieren wird langsam knapp.

  3. an Redaktion: Nun, in meinem Fall ist das einfach zu beantworten obwohl vor 3 Jahren eine solche Antwort undenkbar gewesen wäre. Ich habe einfach keine Lust mehr abzuschätzen ob die südländisch oder osteuropäische aussehende Person(en) die mir bei Dämmerung in der Schäferstraße entgegen kommt (en) nun zu guten gehört (en) oder ob mir gleich ein Messer gezeigt wird und ich einen neuen Perso beantragen muss da mein Portemonnaie nicht mehr da ist. Zwischenzeitlich braucht man ja gar nicht mal auf die Dämmerung oder Dunkelheit warten und überlegt generell die Straßenseite zu wechseln. Ich möchte ohne Angst auf die Kirmes und den Weihnachtsmarkt gehen können ohne Gefahr zu laufen eins auf die Fresse zu kriegen. Ich habe keinen Spaß mehr das Milliarden Euro ausgegeben werden für Leute die sich hier unberechtigt in die soziale Hängematte legen. Ich habe auch keinen Spaß dass unsere Politiker in Unna eine überzogene und nicht erklärbare Investition von 2,4 Mio für eine Flüchtlingsunterbringung ausgeben wollen und gleichzeitig endlich die Ankunft der Container für die Unterbringung unserer Schüler in Billmerich gefeiert wird. Insofern habe ich auch kein Interesse mehr zu differenzieren. Wie ich schon geschrieben habe, ich wünsche allen Flüchtlingen und vor allem den Migranten viel Glück bei der Heimreise