Tödlicher Unfall auf dem Ring – Auto überschlägt sich

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Augenzeugen zufolge lagen die Trümmerteile weit verstreut um die Unfallstelle herum.

Am späten Samstagabend (4. 11. 17) hat es auf dem Unnaer Verkehrsring einen tödlichen Unfall gegeben.

Wie die Leitstelle der Unnaer Polizei in ihrer Zusammenfassung am Sonntagmorgen schilderte, war der 41 jährige Fahrer gegen 23.20 Uhr mit seinem Auto auf dem Ostring unterwegs.

Auf Höhe der Bahnhofstraße geriet der Wagen außer Kontrolle – mit schrecklichen Folgen.

Der Pkw kam von der Fahrbahn ab, prallte gegen den Bordstein der Verkehrsinsel. Auf dem Vorplatz des Jobcenters krachte er in einen Baum, dann gegen den Treppenaufgang. Der Wagen schleuderte anschließend in eine Warnbake und eine Laterne, überschlug sich und kam an der Treppe vor dem Ringtunnel schließlich zum Stillstand – vollständig zerstört.

Der Fahrer und sein 38-jähriger Beifahrer aus Unna waren in dem Wrack eingeklemmt, der 41 jährige Rumäne überlebte den Unfall nicht.

Der Beifahrer erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen, wurde ins Krankenhaus gebracht.

Ein Sprecher der Polizeileitstelle bestätigte am Sonntagvormittag unsere Informationen, nach denen der Unfallfahrer bereits am Nachmittag einen Unfall unter Alkoholeinfluss verursacht haben soll.  Dass er dann auch bei der tragisch geendeten nächtlichen Crashfahrt nicht nüchtern gewesen ist, ist zu vermuten.

Des Weiteren legt der Hergang des Unfalls nahe, dass der Mann auf regennasser Fahrbahn viel zu schnell unterwegs war.

Die Polizei ermittelt weiter zur Unfallursache und stellte den PKW sicher. Während der Unfallaufnahme lief der Verkehr für etwa zweieinhalb Stunden einspurig an der Unfallstelle vorbei.

Der entstandene Sachschaden beträgt mindestens 21.000 Euro.

Auf diesem Abschnitt des Verkehrsrings (Blick von Kreuzung Morgenstraße hinüber zum Bahnhofsgelände) passierte heute Nacht der tödliche Unfall.

Auf dem Unnaer Verkehrsring gilt das innerörtliche Tempolimit von 50 km/h. Insbesondere an den Wochenenden klagen Anwohner über Raser, und immer wieder gab es Vorstöße für abschnittsweise Tempo 30, z. B. auf dem Ostring. Bisher waren alle erfolglos.

Die Stadt Unna selbst versuchte im vergangenen Jahr – wie mehrfach von uns berichtet -, auf zahlreichen Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 durchzusetzen. Allerdings nicht primär wegen der Unfallreduzierung, sondern weil sie den EU-Lärmschutzplan auf Hauptstraßen erfüllen muss.

Zur Debatte für Tempo 30 stand auch der Verkehrsring, doch die übergeordnete Landesstraßenbehörde Straßen.NRW tut sich bisher schwer mit derartigen Tempolimitierungen.

5 KOMMENTARE

  1. Habe auf der FB Seite vom Rundblick gesehen dass einige ihr Beileid und Stärke für die Angehörigen ausgesprochen haben. Warum? Sorry, der war nachmittags bereits alkoholisiert in eine Kontrolle geraten und wurde sicherlich nicht mit einer Belobigung der Polizei durchgewunken. Wer sich dennoch danach ans Steuer setzt ist ein potentieller, gemeingefährlicher Mörder. Zum Glück sind in diesem Fall keine unbeteiligten Personen zu Schaden gekommen aber das hätte auch anders ausgehen können. Ob da die realitätsfremden Gutmenschen auch noch entschuldbare Kommentare abgegeben hätten???