Stadt will Park-Zwist an Hammer Straße beenden

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Archivbild: Die Hammer Straße zählt zu Unnas verkehrsreichsten Hauptstraßen.

Den Streit ums Parken an der Hammer Straße will die Stadt jetzt beenden. Alles zurück auf Start.

Ab sofort, so formulierte es am Montagnachmittag gegenüber unserer Redaktion Stadtsprecher Oliver Böer, „wird das Parken auf dem Bürgersteig akzeptiert“.

Sprich: Bis auf Weiteres müssen die Anwohner des Bereichs Hammer Straße südlich Haus Kissenkamp ihre Autos nicht mehr auf der Straße abstellen – oder wahlweise 20 Euro im Monat für den Parkplatz am Trafohäuschen berappen. Sie könne alternativ auch – wieder – auf dem Gehweg parken.

Wie sie es Jahrzehnte vorher schon getan hatten, bevor die Stadt dem einen Riegel vorschob. Seither parken die Autos – notgedrungen – auf der Fahrbahn, und am langen Reformationsfeiertags- und Allerheiligenwochenende wurden gleich vier Autos an der kompletten Fahrerseite zerkratzt – ein Rachefeldzug, weil die (legal) dort parkenden Wagen natürlich zwansläufig die Fahrbahn verengen?

Jedenfalls führte unser Bericht über diesen Vandalismus ohne Umwege zu einer heftigen Leserdiskussion über die Park-Streitfrage in diesem Bereich der Hammer Straße. Kritik an der chaotischen Situation durch beidseitige „Fahrbahnrandparker“ prallte auf das (zutreffende) Argument, dass Gehwegparken grundsätzlich nicht gestattet ist – es sei denn, es ist offiziell erlaubt.

„Erlaubt“ ist das Bürgersteigparken auch jetzt nicht, macht Böer den kleinen, aber entscheidenden Unterschied deutlich. Dann bei offiziell gestatteter Nutzung des Gehwegs zu Parkzwecken könnte die Stadt regresspflichtig gemacht werden, wenn sich Autofahrer beim Hoch- und Hinunterfahren an der (dort recht hohen) Bordsteigkante ihre Vehikel demolieren.

So parkt dort jetzt jeder auf eigene Verantwortung. Gleichwohl bleibt es jedem weiterhin ebenso freigestellt, sein Auto auf der Straße am Fahrbahnrand abzustellen, und zwar in beiden Fahrtrichtungen. „Wir hoffen, dass sich die Situation damit entzerrt“, stellt Böer die Beweggründe der Verwaltung dar.

Zugleich sucht die Stadt mit dem Landesstraßenbauamt Straßen.NRW eine Lösung für den Radverkehr: Einen verbindlichen „Schutzstreifen“ (wie auf der Friedrich-Ebert-, der Hammer- oder im oberen Bereich der Morgenstraße vom/zum Indupark) lehnt die Landesbehörde laut Böer ab, dies sei nur auf dem Wege eines kompletten Straßenneubaus eine Option.

Eine Alternative könnte ein sogenannter unverbindlicher „Suggestivstreifen“ sein, der in Rot auf die Fahrbahn markiert wird.

Für parkende Anwohner gilt jedenfalls ab sofort: Zurück zum Status.