Beim Fahrraddiebstahl Unnaer Polizisten um Feuer für Joint gebeten – und das war nicht alles…

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Symbolfoto (Pixabay)

„Das war mal richtig dumm gelaufen – und das gleich in mehrfacher Hinsicht.“

So leitet die Unnaer Polizei ihre Schilderung eines wirklich denkwürdigen Vorfalls vom gestrigen Montagabend ein:

Ausgerechnet in jenem Moment, als  zwei Zivilpolizisten der Polizei Unna gegen 21:10 Uhr gerade an der Tiefgarage am Bahnhof vorbeigingen, versuchte dort ein junger Mann, ein angekettetes Fahrrad zu stehlen. Unter den Augen des Gesetzes.

Als die (nicht als solche erkennbaren) Polizisten sahen, wie sich der  Mann an dem Fahrrad zu schaffen machte, gingen sie auf den Mann zu. Der blickte auf – und fragte sie dann vollkommen ahnungslos, ob sie ihm den Joint, den er in der Hand hielt, anzünden könnten.

Die Zivilbeamten gaben sich nun zu erkennen.

Huch.

Der kalte Schreck muss dem jungen Mann in die Glieder gefahren sein, hastig versuchte er noch zu flüchten, doch zu spät, die Polizisten hatten ihn bereits am Schlafittchen.

Ab ging´s zur Identitätsfeststellung auf die Wache Unna. Der Joint wurde beschlagnahmt.

Auf der Wache behauptete der Mann nun, den Joint zufällig neben dem Fahrradständer gefunden zu haben. Ah ja….

Diese wenig glaubwürdige Beteuerung mündete nun in eine gründliche Durchsuchung des abendlichen Kunden. Was fanden die Polizeibeamten bei ihm? Ein gestohlenes iPhone. 

Das hätte ihm eine „unbekannte Person“ zugesteckt, versuchte sich der junge Mann herauszuwinden, Ermittlungen ergaben allerdings, dass das Smartphone wohl einem Landsmann entwendet worden war. Schließlich gab der „Joint-Finder“ denn auch zu, das Smartphone gestohlen zu haben.

„Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem jungen Mann um einen 19jährigen Syrer handelte“, schließt die Polizeipressestelle ihre illustre Schilderung ab. „Sein aufenhaltsrechtlicher Status ist aktuell noch ungeklärt. Er wurde vorläufig festgenommen.“

UPDATE der Polizei Unna, 7. 11., ca. 18 Uhr: „Wir haben gerade die Entscheidung der Staatsanwaltschaft erhalten, dass wir ihn wieder entlassen müssen.“

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