Weiteres Kind sollte mit Süßigkeiten in Auto gelockt werden

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Mit Süßigkeiten sollte am 11. Oktober ein Siebenjähriger in Hamm-Heessen in ein Auto gelockt werden – der Junge reagierte genau richtig und rannte weg. Wir berichteten über diesen Fall. Am vergangenen Dienstag (2. 11.) gesellte sich ein weiterer dazu, in Bergkamen.

An der Töddinghauser Straße wurde, so bestätigte die Unnaer Polizei, an jenem Tag ein achtjähriger Junge von einem Paar angesprochen, das ihn ebenfalls mit Süßigkeiten und der Aussicht auf ein kleinen Hund ins Auto locken wollten. Auch dieser Junge rannte davon, informierte seine Eltern.

Die Autos wurden von den beiden Kindern unterschiedlich beschrieben:

Während der Siebenjährige aus Heessen von einem silbernen Opel mit HAM-Kennzeichen gesprochen hatte, in dem eine Frau und neben ihr ein ca. 14 jähriger Junge gesessen hätten, soll es sich bei dem Wagen in Bergkamen um einen weißen VW gehandelt haben.

Tipp einer Leserin: Für den Fall, daß einem Kind erzählt wird, die Mutter habe einen Unfall und er solle das Kind abholen. Einen Tipp von mir. Macht mit dem Kind ein Passwort aus, wenn wirklich etwas passiert und jemand anderes soll das Kind abholen. Das Kind fragt den Fremden nach dem Passwort, kennt er dieses nicht, geht das Kind auch nicht mit.

Die Polizei Hamm machte den Vorfall vor 4 Wochen auch deswegen öffentlich, um an Eltern zu appellieren, das richtige Verhalten in solchen Situationen mit ihren Kindern zu trainieren.

Kinder sollten nicht nah an ein fremdes Fahrzeug herantreten. Auf keinen Fall sollten Kinder in fremde Autos einsteigen. Werden sie angesprochen oder zu etwas gefragt, sollten sie an Erwachsene verweisen. Wenn möglich, sollten sie sich Informationen zum Fahrzeug und zum Fahrer einprägen.

Die Polizei rät den Eltern, ihre Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und deutlich zu machen, dass sie auch fremden Erwachsenen gegenüber “Nein” sagen dürfen. Sie müssen nicht mit Fremden reden oder Auskünfte geben.

Kinder müssen wissen, dass sie ohne Erlaubnis ihrer Eltern mit niemanden mitgehen oder mitfahren dürfen.

Eltern sollten trotz Unsicherheit ihre Kinder nicht auf allen Wegen begleiten. Das könnte den falschen Eindruck erwecken, dass Kinder Sicherheit nur im Beisein ihrer Eltern haben.

Viel eher sollten Eltern ihre Kinder in kleinen Gruppen zusammen mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz schicken.

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