Kreishaus wieder Podium für Kampf gegen “Hass und Hetze”

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Das Kreishaus bietet sich erneut als Podium für den “Kampf gegen Hetze” – wiederum ist Hetze von Rechts gemeint. Der Integrationsrat Unna und die Ev. Kirche nehmen federführend teil, zu Grunde liegt der Diskussionsveranstaltung eine Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung.

In der Ankündigung der Kreisverwaltung Unna heißt es wörtlich dazu:

“Es ist soweit: Mancherorts gilt rassistische Hetze als eine „Meinung“, als Ausdruck demokratischer Vielfalt. Nehmen rechtsextreme Orientierungen also wieder zu? Und gegen wen richtet sich die Ablehnung? Solche und andere Fragen beleuchtet die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Beate Küpper bei einer Veranstaltung am 16. November im Kreishaus Unna.

Besonders eingeladen sind Jugendliche der Oberstufe, aus „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und aus örtlichen Initiativen für Demokratie und gegen Extremismus. Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung wird vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna (KI) organisiert. Sie beginnt am Donnerstag, 16. November um 18.30 Uhr im Sitzungstrakt im Kreishaus Unna, Friedrich Ebert-Straße 17 (Ende gegen 20.30 Uhr).

Referentin Dr. Beate Küpper ist Diplom-Psychologin und Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein. Als Podiumsgäste mit dabei sind Prof. Dr. Ute Fischer (Politik und Sozialwissenschaften, FH Dortmund) und Ksenija Sakelsek, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Unna. Die Moderation übernimmt Pfarrer Volker Jeck (Evangelischer Kirchenkreis Unna).

Die Studie „Gespaltene Mitte – Feindselige Zustände“ der Friedrich-Ebert-Stiftung entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Schwerpunkte sind die Wahrnehmung von Flucht und Migration, Gewaltbilligung und -bereitschaft, rechtspopulistische Einstellungen, die Akzeptanz oder Zurückweisung kultureller Vielfalt sowie das Ausmaß von Demokratiemisstrauen. Neben der langfristigen Entwicklung rechtsextremer Einstellungen wird auch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Langzeitvergleich abgebildet.”

 

 

2 KOMMENTARE

  1. Kreishaus als Podium für Hass und Hetze wäre sicher auch ein geeigneter Titel für diese fragwürdige Veranstaltung. Mit der evangelischen Kirche (deren Bänke aus verständlichen Gründen zusehends leer bleiben), dem sog. Integrationsrat, Referenten aus der “Sozialwissenschaft” (es fällt mir dabei sehr schwer, das Wort Wissenschaft in dem Zusammenhang zu verwenden) und von fragwürdigen “Instituten”, von denen es ja mehr als Professorenstellen oder Sand am Meer gibt und die alle bei ziemlicher Ergebnis- und häufig auch Nutzlosigkeit prima von unseren Steuergeldern gepampert werden, sollen der Veranstaltung einen seriösen Anstrich geben. Also genau die Akteure, die beispielsweise bei der fragwürdigen Spitzel- und Ausspähstudie gegen den Rundblick beteiligt waren. Diese Personen, welche also persönlich an der tatsächlich vorhandenen und rasch fortschreitenden Spaltung der Gesellschaft selbst nach Kräften mitarbeiten, beklagen eben diese. Ja, das hat schon was. Natürlich wird gegen “rassistische Hetze” und Gewalt “von Rechts” mobil gemacht. Ich vermute mal, die kreisweit sechs Kleinstdelikte wie rechtsextreme Farbschmierereien in 2016 sind gemeint. Zumal man ja nie weiss, wer das nun wirklich war. Aber als Popanz zum Aufblasen natürlich bestens geeignet. Von der zunehmend wirklich bedenklichen linksextremen und speziell islamistischen und Migrantengewalt spricht man hier nicht. Das passt nicht in das gescheiterte Weltbild der Alt-68er Ideologen. Dass man nach den erhellenden Vorkommnissen auf z.B. der Katharinenkirmes immer noch nicht aufgewacht ist in Unna und im Kreishaus, ist höchst bedenklich und lässt ernste Zweifel aufkommen, ob man dort den echten Gefahren und Aufgabenstellungen schon der nächsten Zukunft nur annähernd gewachsen ist oder man sich nicht doch nur darin ergeht, dem Bürger neben einer Dauergehirnwäsche ein Produkt namens “Gefühlte Sicherheit” aufschwatzen zu wollen. Die “SPD nahe Friedrich-Ebert-Stiftung” könnte ja zur Abwechslung mal untersuchen, welches Maß an Demokratiemißtrauen beispielsweise ihr Minister Maas mit seinen Aktivitäten oder lokale Vorkommnisse innerhalb ihrer Ortsverbände, Unna ist hier ein prima Beispiel, in der Bevölkerung aufbauen. Also nur mal so als Idee…

  2. Danke für den ehrlichen Kommentar. Sie sprechen mir aus der Seele, Herr Werner. Vielleicht zum Trost: Ich habe berufsbedingt sehr viel Kontakt zu der “Jugend von heute”. Die meisten jungen Menschen haben sehr vernünftige politische Ansichten. Inzwischen bin ich mir sicher, dass die links-grünen Alt-68er mit ihrem Hippie-Gesülze bei den meisten Schülern genau das Gegenteil erreicht haben.

    Kein intelligenter junger Mensch wird diese Veranstaltung besuchen. Vielleicht kommen 10 oder 20 ungewaschene 70-Jährige mit fettigen Haaren. 🙂