Doch wieder Knöllchen bei Fröndenberger “Kreativ”: 5 Stunden Ehrenamt mit 20 € bezahlt

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Verkehrsüberwachung mit Augenmaß bei der diesjährigen “Kreativ”, hatte die Stadt Fröndenberg nach dem Knöllchenhagel 2016 vor der Gesamtschule im Wiesengrund versprochen.

Hubert Sallamon vom Stadtmarketing unterstrich diese Marschroute unserer Redaktion gegenüber eigens noch am Sonntag der “Kreativ”. Und eine Mutter, die 5 Stunden ehrenamtlich an der Kasse saß, verließ sich auf die mündliche Zusage.

Statt dessen kassierte sie prompt ein Knöllchen. 20 Euro für Parken auf dem Gehweg. 

Sabine M. (Name geändert) beschreibt uns diesen Vorfall mit riesiger Enttäuschung. Denn sie hatte sich auf die persönliche Zusicherung des Marktingchefs verlassen, als sie am Auftaktfreitag der “Kreativ”-Ausstellung vorletztes Wochenende ihr Auto an der Schule parkte.

“Ich habe den ganzen Freitagnachmittag an der Kasse gesessen“, schildert die 39 Jährige. “Die Dame vom Ordnungsamt ging rum und fotografierte. Herr Sallamon sprach dann mit ihr und versicherte, dass ich mein Auto nicht umstellen müsste.”

Ihr Wagen stand an der Mauer vor der Schule, berichtet Sabine M. “Ich habe niemanden behindert und der Gehweg ist breit genug.”

Vor einigen Tagen bekam die überraschte Fröndenbergerin Post aus dem Rathaus. “Ein schönes Schreiben der Stadt Fröndenberg mit der Aufforderung, 20 € zu bezahlen. Soviel dazu, dass keine Knöllchen verteilt werden…”

Sabine M. ist sehr verärgert und enttäuscht, da sie sich auf die persönliche Zusicherung des Veranstalters verlassen hatte.

“Für mich als Alleinerziehende sind 20 € viel Geld. Besonders im Hinblick, dass ich für meine Kassentätigkeit für die Stadt auch keinen Cent kassiert habe. Und noch 5 Stunden meine Kinder alleine lassen musste. Es war ja eigentlich für einen guten Zweck! Ich hab die Eintrittskarten verkauft. Und mir hat Herr Sallamon auch genau das mitgeteilt: Es würde keine Knöllchen geben.”

Für die alleinerziehende Mutter, die in den letzten Jahren immer mitgeholfen hat, war dies die definitiv letzte Kreativa.

Ein Beispiel dafür, dass es auch bürgerfreundlicher geht, gibt die Stadt Bergkamen ab: Hier bekam ein eiliger Parkender seine vergessene Parkscheibe einfach geschenkt. http://archiv.rundblick-unna.de/ein-nettes-geschenk-fuer-vergessliche-parker-von-ihrer-freundlichen-stadt-bergkamen-2/

 

 

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