Gaspreis runter, Strompreis rauf: Fröndenberger “Musterhaushalt” spart 21 Euro

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Symbolbild (Pixabay)
Gas wird billiger – für den Musterhaushalt ca. 48 Euro -, Strom dafür teurer – ca. 26 Euro. Unterm Strich reicht die Ersparnis für Fröndenbergs Stadtwerkekunden aufs Jahr gerechnet in 2018 für einmal Pizzaessen (für zwei) plus Getränke.
 
Die erfreuliche Kunde: Der Erdgaspreis sinkt zum 1. 1. 2018 zum dritten Mal in Folge. Pro Kilowattstunde wird Gas um 0,24 Cent billiger, teilen die Fröndenberger Stadtwerke mit. Ein sog. Musterhaushalt (mit 20.000 kWh Jahresverbrauch) spart damit rund 48 Euro bzw. 3,8 Prozent.
 
Teurer wird jedoch der Strom – “aufgrund deutlich gestiegener Netzentgelte des vorgelagerten Übertragungsnetzbetreibers”, begründen das die Stadtwerke bedauernd.  2,6 Prozent Draufschlag – damit haben Stromkunden mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh im nächsten Jahr 26,25 Euro Mehrkosten zu kalkulieren.
 
“Kombi-Kunden sparen 2018 aber trotzdem”, betonen die Stadtwerke und rechnen Verteuerung und Verbilligung gegeneinander auf – 21 Euro weniger sind für Gas und Strom zusammen zu berappen. “Um die Kunden zusätzlich zu entlasten,  haben wir außerdem neue Online-Tarife entwickelt”, wirbt der lokale Energieversorger. 
 
Als Gründe für die gestiegenen Strompreise nennen die Stadtwerke vor allem die stark gestiegenen Netzentgelte. Diese müssen sie zahlen, um die Stromtransportnetze nutzen zu können, die dem eigenen Versorgungsnetz in Fröndenberg vorgelagert sind.
„Die Netznutzungsentgelte machen in Fröndenberg insgesamt mittlerweile 27 Prozent des Strompreises aus“, sagt Stadtwerkechef Bernd Heitmann. „Leider haben wir auf die Preiserhöhungen unseres vorgelagerten Netzbetreibers keinerlei Einfluss. Wir können dessen Netzentgelterhöhung auch nicht aus eigener Kraft ausgleichen.“
 
Ein weiterer großer Kostenfaktor sind die staatlichen Angaben und Umlagen (EEG-Umlage, KWK-Zuschlag, Offshore-Haftungsumlage etc.). Diese werden 2018 zwar minimal sinken, trotzdem bestimmen sie laut Stadtwerken immer noch 52 Prozent des Strompreises.
So können die Stadtwerke ihre Preise durch Beschaffung und Vertrieb nur noch zu 21 Prozent selbst steuern. Auf den Rest hat der lokale Versorger mittlerweile keinerlei Einfluss mehr, weil er ausschließlich durch die Netzentgelte sowie die staatlich verordneten Abgaben und Umlagen bestimmt wird.
 
Um den Kunden entgegen zu kommen, bieten die Stadtwerke Fröndenberg 2018 sowohl im Gas- als im Stromsegment jeweils einen neuen Online-Tarif an. Die Kunden können z.B. ihren Zählerstand oder die Änderung ihrer Bankverbindung übers Internet melden. Auch die Durchführung von Zwischenabrechnungen und Änderung von Abschlagsbeträgen sind mit dem neuen Angebot von zu Hause aus möglich.
„Natürlich müssen die Online-Kunden nicht auf unseren persönlichen Vor-Ort-Service verzichten“, betont Bernd Heitmann. „Der Großteil der Kommunikation mit unseren Kundenberatern läuft aber über das Internet.“ Außerdem, fügt er hinzu, “genießen die Kunden der neuen Online-Tarife zusätzliche Preisvorteile.”
 
Wechselt der oben genannte Musterstromkunde z.B. in den neuen Tarif „Ruhrpur-Strom-Online“ ,kann er die Preiserhöhung deutlich abmildern. Damit zahlt er ab dem 1. Januar 2018 bei einem Verbrauch von 3.500 kWh nicht 26,25 Euro, sondern lediglich 5,41 Euro mehr im Jahr.
 
Kunden des Ruhrpur-Gas-Online-Tarifs sparen mit der bevorstehenden Preissenkung im Erdgasbereich 7,6 Prozent. Das bedeutet, sie können im nächsten Jahr 95,20 Euro sparen.