Revierpolizei nimmt an einem Wochenende 10 gesuchte Straftäter fest

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Foto: Pixabay (Espressolia)

Zehn Festnahmen binnen drei Tagen – an einem einzigen Wochenende gingen der Ruhrgebietspolizei fast ein Dutzend gesuchte Straftäter ins Netz. In Dortmund, am Dortmunder Flughafen und in Essen konnten Haftbefehle vollstreckt werden oder gesuchte Personen an der Einreise gehindert werden.

Die offenen Strafen zusammengerechnet ergeben 3225 Euro Geldstrafe sowie 1480 Tage Haft, schildert die Bundespolizei.

Dortmund Hauptbahnhof, Samstag um 05:00 Uhr

Bundespolizisten überprüften einen 51-jährigen Polen in einem Wartehäuschen auf einem Bahnsteig. Er ist in Polen wegen Raubes zur Festnahme ausgeschrieben. Zudem war er wegen mehrfacher Diebstähle erst am 03. November aus der Untersuchungshaft  entlassen worden.Die zuständigen Behörden prüfen nun eine Auslieferung des Mannes nach Polen.

Dortmund Hauptbahnhof, Samstag um 09:45 Uhr

Eine Streife kontrolliert auf einem Bahnsteig einen 31-jährigen Dortmunder. Dabei stellt sich heraus, dass der Mann per Haftbefehl von der Braunschweiger Staatsanwaltschaft gesucht wurde. Er musste noch eine 25-tägige Restfreiheitsstrafe wegen Schwarzfahrens verbüßen. Weil er die geforderte Ersatzfreiheitsstrafe von 300,- Euro nicht zahlen konnte, lieferten Bundespolizisten ihn in die Dortmunder JVA ein.

Flughafen Dortmund, Sonntag um 07:40 Uhr

Ein 42-Jähriger Georgier versucht am Airport einzureisen. Bundespolizisten stellen fest, dass gegen ihn eine Einreiseverweigerung der polnischen Behörden für das Schengengebiet vorliegt. Ihm wird die die Einreise verweigert – er wird auf den Flug zurück nach Kutaisi (Georgien) gebucht.

Flughafen Dortmund, Sonntag um 07:55 Uhr

Eine 26-jährige Bulgarin möchte nach Sofia ausreisen. Bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle der Bundespolizei stellen Beamte fest, dass gegen die 26-Jährige ein Haftbefehl des Amtsgerichts in Lemgo vorliegt – wegen Betrugs war sie zu einer Geldstrafe von 225,- Euro verurteilt worden. Weil die Bulgarin den geforderten Betrag sofort zahlte, blieb ihr eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tage erspart. Sie durfte anschließend nach Bulgarien ausreisen.

Dortmund Hauptbahnhof, Montag um 11:30 Uhr

Ein 22-jähriger Lüdenscheider wird durch die Bundespolizei zur Vernehmung (wegen Schwarzfahrens) vorgeladen. Es fliegt auf,  dass ein Sicherungshaftbefehl des Amtsgerichts in Delbrück gegen ihn vorliegt. Im November 2013 hatte das Amtsgericht ihn wegen Leistungserschleichung zu einer Einheitsjugendstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten, auf 3 Jahre Bewährung verurteilt. Weil er sich jedoch der Bewährungsaufsicht entzog, wurde die Bewährung widerrufen und Sicherungshaftbefehl erlassen. Daraufhin durfte der Mann direkt bei der Bundespolizei bleiben. Vernommen wurde er trotzdem.

Essen Hauptbahnhof, Samstag um 21:00 Uhr

Bundespolizisten überprüfen  eine 28-jährige Frau: Sie wird von der Bonner Staatsanwaltschaft mit einem Haftbefehl gesucht. Das Bonner Amtsgericht hatte die Frau bereits 2011 wegen Beförderungserschleichung zu 2 Monaten Haft verurteilt. Bundespolizisten bringen sie in die JVA nach Gelsenkirchen.

Essen Hauptbahnhof, Sonntag um 00:30 Uhr

Einen 23-jährigen Essener nehmen Bundespolizisten fest: Neben Amphetaminen im Schlüsselanhänger wird ein U-Haftbefehl bei ihm festgestellt, wegen Sachbeschädigung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung sowie Drogenhandel.

Essen Hauptbahnhof, Samstag um 04:15 Uhr

Auf einem Bahnsteig wird ein 29-jähriger Mann aus Bottrop überprüft, gegen den ein  Haftbefehl des Bottroper Amtsgerichts vorliegt: Dieses hatte ihn wegen Diebstahls in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von 900,- Euro verurteilt. Bei einer Durchsuchung des 29-Jährigen findet sich Marihuana sicher. Weil er zudem den geforderten Geldbetrag nicht zahlen kann, geht es auf direktem Wege in die JVA.

Essen Hauptbahnhof, Sonntag 14:20 Uhr

Ein 57-jähriger Mann wird beim Tabakklau in der Bahnhofsbuchhandlung erwischt: Er hat gleich drei Haftbefehle offen und ist zudem wegen zwei weiterer Tabakdiebstähle tatverdächtig.