Tank leer, Bruder krank! Fieser Betrug am Straßenrand

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Kann passieren: mit leerem Tank irgendwo liegen zu bleiben. Doch Vorsicht vor Betrügern! (Symbolbild / Pixabay)
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Tank leer, Bruder im Krankenhaus – Hilfe!-  Von wegen! Fieser Betrug am Straßenrand!

Nach dem Hinweis von Autofahrern am Montagmittag (20. 11.) wurde die Polizei zunächst im Kreis Soest auf zwei Männer aufmerksam, die am Straßenrand Hilflosigkeit vortäuschten und so skrupellos hilfsbereite Mitmenschen abzocken wollten.

Mit eingeschalteter Warnblinkanlage hatten die Männer ihr Fahrzeug an einer Hauptstraße in Erwitte abgestellt. Wild mit den Arme gestikulierend versuchten sie den Eindruck zu erwecken,  dass sie dringend Hilfe benötigten.

Aus diesem Grund stoppte auch eine 52-jährige Autofahrerin. Einer der Männer erklärte ihr, dass der Tank leer sei, sie aber dringend einen Bruder im Krankenhaus besuchen müssten.

Ob die Frau vielleicht 20 Euro hätte?

Als die hilfsbereite Autofahrerin den Schein aus der Geldbörse nahm, erblickte  der Fremde  weiteres Scheingeld, bat um 50 Euro. Dies lehnte die Frau ab. Als Sicherheit zeigte ihr der Mann den Fahrzeugschein des blauen Ford Mondeo, Kennzeichen KLE-QK 660, den die Frau mit dem Handy fotografierte. Einen Personalausweis mit Lichtbild zeigte er nicht.

In diesem Moment erschien die Polizei. Als die Männer den Streifenwagen erblickten, brachen sie das Gespräch sofort ab und gingen zu ihrem Fahrzeug. Allerdings konnten sie vor der Kontrolle nicht mehr flüchten.

Es stellte sich heraus, dass das Duo mit der „Tank leer, Bruder im Krankenhaus“-Masche bereits an mindestens zwei weiteren Hauptverkehrsstraßen aktiv gewesen war. Der angeblich leere Tank ihres PKW war mehr als halbvoll – das roch also schwer nach Betrug.

Die Polizei nahm die beiden Männer vorläufig fest und klärte auf der Wache ihre Identität. „Es handelte sich um zwei 39 und 47 Jahre alte Männer aus Rumänien Der Wortführer sprach gebrochen, aber durchaus verständliches Deutsch“, berichtet Frank Meiske, Sprecher der Kreispolizei Soest.

In den Vernehmungen hielt das Duo an seiner wenig glaubhaften Geschichte fest. Die 52-jährige Frau erhielt die 20 Euro zurück, doch die Polizei geht davon aus, dass noch weitere hilfsbereite Mitmenschen an die beiden Männer Geld „verliehen“ haben.

Diese sollten sich mit der Polizei in Lippstadt in Verbindung setzten. Telefon: 02941-91000.

Die beiden Rumänen, ohne festen Wohnsitz in Deutschland, wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung entlassen.

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