Reisefreudiges Diebestrio kehrt zum Tatort zurück.

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Symbolbild (Bundespolizei St. Augustin).
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Das war entweder sehr dämlich oder sehr dreist.

Ziemlich postwendend nach einem gescheiterten Handydiebstahl im Dortmunder Hauptbahnhof kehrte ein algerisches Trio zum Tatort zurück. Die Bundespolizei erwartete die Kundschaft bereits, die für ihr kriminelles Handwerk bis aus Süddeutschland angereist war.

Zuvor hatten sich die zwei der jungen Männer an zwei junge Frauen herangemacht, die auf einer Treppe im Bahnhof saßen. Sie verwickelten sie in ein Gespräch, während sich Nummer 3 unbemerkt anschlich und sich an der Hosentasche einer der beiden Frauen zu schaffen machte.

„Als er das Smartphone aus der Hose zog, bemerkte die 22-Jährige den Diebstahl und forderte den Dieb auf, das Handy zurückzugeben. Das tat er auch“, schildert Bundespolizeisprecher Volker Stall den Ablauf.

Das Diebestrio flüchtete anschließend aus dem Nordausgang.

Gegen 02:40 Uhr wurden die schon bekannten Herrschaften erneut im Hauptbahnhof gesichtet: DB Mitarbeiter informierten die Polizei, die das Trio festnahm und zur Wache brachte. Dort wurden die Männer durchsucht, fotografiert und Fingerabdrücke von ihnen genommen.

Die drei Nordafrikaner (18/19/21) offenbarten sich als reisefreudig: Laut ihren laufenden  Asylverfahren sind sie in Unterkünften in Münster und Karlsruhe untergebracht. Ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Diebstahls wurde gegen sie eingeleitet. Haftgründe lagen nicht vor.

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