Nach Proteststurm: NRW-CDU rudert beim Sozialticket zurück

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27.06.2012 Unna - Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH - ein Unternehmen der WVG Gruppe macht sich bemerkbar - Pimp my bus - Bus wird Amerikanisch groesser breiter besser - VKU - oeffentlicher Bus vom Kreis Unna - Copyright Stephan Schuetze - Autor Nr 4033007
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Die ca. 5000 Sozialticketnutzer im Kreis Unna können aufatmen – erst mal.

Nach einem Proteststurm wegen des verkündeten Zuschuss-Aus für das verbilligte Ticket ist CDU-Verkehrsminister Hendrik Wüst am Dienstagabend von seinem Plan wieder abgerückt, die Landeszuschüsse schon ab kommendem Jahr sukzessive zu streichen.

2018 solle sich erst mal nichts ändern, sagte der Minister. Die NRW Regierung nehme die Sorgen der Menschen ernst. Offenbar hatte sie nicht mit einem derart geharnischten Protest gerechnet, als sie am Mittwoch vor einer Woche bekannt gab: Schon ab Januar würde der derzeitige 40 Mio. Euro-Zuschuss schrittweise gekürzt und bis 2020 auf Null heruntergefahren.

Im Kreis Unna nutzen aktuell ca. 5000 Bedürftige das Soziaticket, Tendenz steigend. Die Kreisgrünen forderten gestern bereits eine Resolution des Kreistags für den Erhalt des Sozialtickets, das der Kreis allein nicht bezahlen kann.

„Das ist ja schön, dass der Druck so groß war“, kommentierte der Sozialarbeiter Oliver Ongaro vom Straßenmagazin „fiftyfifty“ in den Ruhr Nachrichten die Kehrtwende. Die Initiative will dennoch eine geplante Protestaktion vor dem Landtag durchziehen. Denn war nach 2018 passiert, ist auch nach der Kehrtwende der Landesregierung völlig offen.

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