Raubserie auf Aral-Tankstelle immer kurz vor Nachtschalteröffnung – Videokamera filmte Täter

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Der Täter kam diesmal genau 2 Minuten, bevor die Tür schloss und der Nachtschalter öffnete.

Bei den vorangegangen beiden Überfälle im Januar und an Pfingsten waren die Räuber ebenfalls in den Abendstunden einfach in die Aral-Tankstelle an der Ruhrbrücke spaziert – wohl wissend, dass die Tankstelle direkt an Fröndenbergs Stadtgrenze erst um 22 Uhr auf Nachtschalterservice geht.

Nachtschalterbetrieb vor 22 Uhr ist selten, entspechend auffällig sind auch diese ständigen Überfälle auf immer dieselbe Tankstelle. Der Überfall am Sonntagabend (3. 12.) sorgte aufgrund der Zeitangabe im Polizeibericht für Irritationen bei einigen Lesern: um „22.58 Uhr“ sei der Räuber in die Tankstelle gekommen, meldete die Polizei. Und sofort merkten ortsunkundige Leser kritisch an: „Wieso stand die Tür offen? Die Tankstelle hat doch einen Nachtschalter?“

Schon wurde spekuliert, dass möglicherweise das Personal die Tür – aus Versehen oder auf Pächteranweisung – offen gelassen hätte. Das sei nicht so gewesen, beteuerte unserer Redaktion gegenüber eine Kollegin der Kassiererin, die am Sonntagabend Dienst gehabt hatte. „Wir sind bei der pünktlichen Öffnung des Nachtschalters immer sehr gewissenhaft.“ 

Polizeisprecher Marcel Dilling konnte das gegenüber unserer Redaktion bestätigen. Die im Polizeibericht genannte Tatzeit war falsch, bedauerte er auf Anfrage.  „Aufgrund eines internen Büroversehens wurde aus 21.58 Uhr am Ende 22.58 Uhr.“

Der Täter betrat die Tankstelle an der Fröndenberger Straße – wie auch schon  im Januar und zu Pfingsten – auf normalem Weg, sagte Dilling. Anders als bei den früheren zwei Überfällen war dieser Kriminelle allerdings in Gesellschaft: Ein offensichtlicher Komplize stand an der Eingangstür Schmiere, während der Räuber drinnen die Kassierin anschrie und sie aufforderte, Geld in eine mitgebrachte Tüte zu packen.

Die Flucht mitsamt Beute ging wie bei den anderen Überfällen in diesem Jahr in Richtung Fröndenberg.

Der Räuber in der Tankstelle wurde am Sonntagabend während der Tat von der Videokamera aufgenommen, bestätigte Polizeisprecher Dilling. „Es gibt Videoaufnahmen, die uns noch nicht vorliegen.“

Beim ersten Raubüberfall im Januar war das Bild aus der Videoüberwachung (siehe unten) binnen kurzer Zeit für die Fahndung frei gegeben worden – allerdings war darauf kaum etwas Brauchbares zu erkennen.

 

 

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