SPD: Sozialticket im Kreis bleibt – unabhängig von schwarz-gelben Plänen

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VKU-Busse. (Archivbild / VKU)
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Im sozialdemokratisch dominierten Kreis Unna wird es das vergünstigte ÖPNV-Ticket weiter geben. Das stellt die SPD-Fraktion im Kreistag klar: Am geltenden Beschluss pro Sozialticket wird nicht gerüttelt – unabhängig vom „Sinneswandel der schwarzgelben Landesregierung“.

Diese hatte vorletzte Woche verkündet, die Zuschüsse fürs Sozialticket auslaufen zu lassen, war nach einem Proteststurm aber schon eine Woche später zurückgerudert. Vorerst 2018 sollen die Zuschüsse (derzeit 40 Mio. im Jahr) nicht angetastet werden.

Aktuell kostet das Stadtticket A  22,22 Euro und das kreisweit gültige Ticket B 33,08 Euro und damit 50% der Abo-Kosten für Großkunden. „Mobilität für jeden Menschen ist ein Kernprojekt der  SPD“, betonen die Sozialdemokraten.

 

Nach Ablauf des nächsten Jahres will CDU-Verkehrsminister Wüst gemeinsam mit den Zweckverbänden nach einem einheitlichen Verfahren in ganz NRW suchen. Zur Diskussion steht z. B. auch ein einheitliches Azubiticket.

Für die heimische Region wird der  Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe(NWL) mit Sitz in Unna die Verhandlungen führen. Die SPD will das Thema „Mobilität für alle“ außerdem im nächsten Jahr intensiv im Kreisausschuss beraten.

Im Kreis Unna profitieren rund 5.000 Kunden vom verbilligten Sozialticket, und das Land stellt dafür rund 1 Mio. jährlich bereit. „Beides sind NRW-weite Spitzenwerte“, weiß die SPD. „Das ist Geld, dass eins zu eins bei denen ankommt, die sich regelmäßige Bus- und Bahnfahrten sonst nicht leisten könnten. Das Sozialticket hilft auch dabei, Arbeitsplatz oder Ausbildungsort zu erreichen, wenn sie zum Beispiel Wohngeldempfänger sind.“

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