Autositz verrutschte – Seniorin und Bauarbeiter hatten 1000 Schutzengel

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Wenn die ansonsten nüchtern-sachlichen Unnaer Polizeipressesprecher/innen gleich zehn Hundertschaften Schutzengel beschwören, dann hat die Kundin dieser 1000 Schutzengel tatsächlich höchstgradiges Glück gehabt…

Um Haaresbreite entging eine 75 jährige Autofahrerin und und mit ihr ein Bauarbeiter am Donnerstagvormittag (7. 12.) in Schwerte einem fatalen Unglück. 

Die Seniorin wollte gegen 10 Uhr von der Offerbachstraße nach links in die Letmather Straße einbiegen. Und während des Abbiegevorganges löste sich die Arretierung ihres Fahrersitzes.

Die 75 Jährige rutschte mit dem Sitz nach hinten – und verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug.

Das Auto rauschte nach links genau in eine Baustelle, durchbrach die Absperrungen und fuhr schnurstracks auf eine vier Meter tiefe Baugrube zu. „Nur durch viel Glück kam das Fahrzeug noch rechtzeitig zum Stehen – direkt neben der Baugrube“, beschreibt die Kreispolizeibehörde wie denkbar knapp ein schwerer Unfall verhindert wurde.

Denn nicht nur, dass die Grube gut vier Meter tief war: In ihr lag eine Hauptwasserleitung frei. Diese wäre bei einem Absturz des PKW gebrochen und hätte die Baugrube binnen Sekunden geflutet. Was das für die Autofahrerin bedeutet hätte – zusätzlich zu dem schon an sich lebensgefährlichen Sturz -, möchte man sich schlicht nicht ausmalen.

Und die von der Polizei vermuteten 1000 Schutzengel passten auch auf einen weiteren Menschen vorbildlich auf:

Denn in der Grube befand sich zum Zeitpunkt der Beinahe-Katastrophe ein Bauarbeiter. „Da dessen Frau am 07.12. Geburtstag hat, will er nun seinen zweiten Geburtstag mit ihr zusammen feiern“, beschließt die Unnaer Polizei diese wirklich denkwürdige Mitteilung.

Foto: Kreispolizei Unna