Betrunkener droht mit Messer – und wird ins Krankenhaus geprügelt

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Symbolbild (Pixabay)
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Mit aggressiven Zeitgenossen bekam es leider auch an den Tagen um  Weihnachten die Polizei in Hamm zu tun. Auch wieder mit einer Messerattacke.

Allerdings ging diese Messeraktion für einen betrunkenen Mann am Freitagabend auf der Bahnhofstraße nach hinten los. Er landete selbst im Krankenhaus.

Der 38 Jährige aus Beckum geriet gegen 18.30 Uhr vor einem Imbiss mit zwei 26 Jährigen aus Hamm in Streit. „Nach jetzigem Ermittlungsstand soll der alkoholisierte 38-Jährige plötzlich ein Messer gezogen und die beiden Jüngeren damit bedroht haben“, schildern die Hammer Polizeisprecher.

Doch damit geriet der Messermann an die Falschen: Die beiden 26 Jährigen gingen ihrerseits zum Angriff über und schlugen und traten auf den Angreifer ein.

Ein Fußstreife der Hammer Polizei beendete die Schlägerei. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Die Beamten stellten das Messer sicher und leiteten gegen alle drei Männer Strafverfahren wegen Körperverletzung und Bedrohung ein.

Wie wir ergänzend bei der Hammer Polizei erfuhren, sind die beiden 26 Jährigen Deutsche. Der 38 Jährige mit dem Messer ist aus der Ukraine.

Zur Frage, wieso die Angegriffenen ebenfalls Anzeigen kassierten:

  • Notwehr muss die „Erforderlichkeit“ wahren. Dazu gehört nicht, einen Bedroher zu zweit gleich derart zu verprügeln, dass er im Krankenhaus landet.
  • Zitat Wikipedia: „Notwehr berechtigt nur zur erforderlichen Verteidigung (Erforderlichkeit). Eine Verteidigung ist dann erforderlich, wenn sie das mildeste aus allen möglichen und gleichwertig effektiven Mitteln darstellt, die geeignet sind, den Angriff sicher und endgültig zu beenden.
    Die Notwehrhandlung ist geeignet, wenn durch die Verteidigung die Abwehr des Angriffs voraussichtlich erreicht oder zumindest gefördert werden kann.
    Der Notwehrübende hat zwar das relativ mildeste Mittel zu wählen, muss sich aber nicht auf Risiken bei der Verteidigung einlassen.“
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