Erwache, Stadt mit Aussicht! Breites Bündnis für Fröndenberg will Tourismus neu ankurbeln

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Blick auf die "Pampa" von Fröndenberg vom Henrichsknübel aus (zwischen Hohenheide und Bausenhagen).

Von Pferde- bis Gastroszene, von Golfclubs über Rad- und  Kanusport bis Kultur, von Politikern bis zur Stadtverwaltung – alle waren gekommen. Um auf Hof Sümmermann in Frömern überein zu kommen: Fröndenbergs Selbstvermarktung und Tourismus muss neu angekurbelt werden.

Stell dir vor, deine Stadt bietet so viel, und kaum jemand merkt´s…

–  an diesem Problem, etwas überspitzt ausgedrückt, krankt Fröndenberg.

Die „Stadt mit Aussicht“ und der herrlichen Landschaft stellt ihr Licht unter den Scheffel. Sie macht zu wenig aus sich. Das will ein breites Fröndenberger Bündnis nun ändern, Schritt für Schritt strategisch geplant – vor allem aber: gemeinsam. Und dazu mussten sich viele erst einmal kennenlernen.

Dazu diente das Impulstreffen am Dienstag (9. 1.) im Hofcafé an der Von-Steinen-Straße, zu dem  Organisator Dr. Karl-Heinrich Sümmermann rund 35 Teilnehmer begrüßen konnte.

Vom Verlauf dieses Auftaktnachmittags und -abends zeigte sich Sümmermann am Mittwochmorgen in einem Gespräch mit unserer Redaktion sehr angetan.

„Ich bin überzeugt, dass es uns gelingen kann, Fröndenberg zusammen nachhaltig nach vorn zu bringen.“

Der Eigentümer des Hofes im Ortskern Frömern, Mitglied in der Stiftung Westfalen Initiative, weiß um das Potenzial seiner Heimatstadt: „Es ist gewaltig!“ 

Neben der herrlichen Landschaft biete Fröndenberg eine enorme Bandbreite für touristische Entwicklung: Reiten, Golfen (gleich zwei Golfclubs – welche Stadt vergleichbarer Größe kann da mithalten?), Radsport, der Ruhrtalradweg direkt durch die Stadt und schließlich vor allem die Ruhr selbst mit ihren vielfältigen Wassersportmöglichkeiten.

„Aus diesem riesigen Potenzial muss Fröndenberg mehr machen“, meint der Eigentümer des Hofes im Herzen Frömerns. „Es kann aber nur funktionieren, wenn sich alle maßgeblichen Akteure gemeinsam dafür einsetzen.“ Dafür gab das Treffen im Hofcafé die Initialzündung.

Es folgen Auszüge aus der Pressemitteilung zum ersten Impulstreffen.

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„Tourismus ist Standortmarketing und damit für die Entwicklung der Stadt Fröndenberg von großer Bedeutung“, unterstrich Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. Gekommen zum Treffen in Frömern waren Verantwortliche von Hotels, Gastronomie, Golf- , Reit-, Radfahr- und Kanusport, Vertreter des Kettenschmiedemuseums, des Bismarckturms, des SGV, des Kunstvereins und vielen Repräsentanten der Politik.

„Fröndenberg ist überregional vor allem für seine Aktivitäten beim Golf- und Reitsport bekannt“, bemerkte Dr. Sümmermann. „Rund 445 Einwohner pro Golfloch – das ist genauso einmalig in Westfalen wie überragende 20 Einwohner pro Reitpferd.“

Unter Leitung eines erfahrenen Kulturberaters Reinhart Richter aus Osnabrück erarbeiteten die Teilnehmer weitere Stärken und Chancen der Stadt mit ihren vielschichtigen Ortsteilen.

Alle waren sich darüber im Klaren, dass auch der Ruhrtalradweg eine einmalige Bedeutung hat. Er vermag viele Gäste zu begeistern, die die Hotellerie und gastronomischen Betriebe wie auch die vielfältigen kulturellen Leuchttürme aufsuchen.

 

Die Ruhr, die schöne Landschaft mit den sehr vielseitig umgestalteten attraktiven Bauernhöfen, zu denen auch der Hof Sümmermann zählt, runden die Möglichkeiten für die geschätzten 80.000 Besucher von Fröndenberg/Ruhr ab.

Allen Teilnehmern ist es ein großes Anliegen, die Vielfältigkeit Fröndenbergs mit den attraktiven kulturellen Reisezielen der Stadt noch deutlicher herauszustellen.

„Damit wird auch für die Bürger das positive Lebensgefühl für ihre schöne Heimat nochmals verdeutlicht. Das macht alle stolz und ist in Anbetracht des drohenden Bevölkerungsschwundes zwingend notwendig“, bemerkt Sabina Müller (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing.

Ziel aller Anwesenden ist es daher, gemeinsam mit Rat und Verwaltung zeitnah den Tourismus und alle dazu gehörenden Aktivitäten fühlbar weiter anzukurbeln. Dazu kann auf eine Expertise aus der Vergangenheit zurückgegriffen werden.

Die Teilnehmer des Treffens auf Hof Sümmermann haben weiterhin eine lange Liste konkreter Vorschläge erarbeitet, die jetzt genauso wie die schon bekannten umgesetzt werden müssen. Dabei kann sicherlich auch auf eine Reihe von Unterstützern gesetzt werden. Beispielhaft kann hier die Sparkassenorganisation und die Landesregierung mit dem neuen Heimatministerium genannt werden, die ausdrücklich an einer nachhaltigen positiven Entwicklung interessiert sind.