Erneut Verletzte nach Streit in Flüchtlingsunterkunft

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Polizei NRW Innenministerium NRW Foto: Jochen Tack
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Zum dritten Mal in sieben Tagen mussten Polizeikräfte abends zu einem Einsatz in einer Flüchtlingsunterkunft ausrücken – auch diesmal war wieder ein Streit eskaliert.

Diesmal war wieder die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Hamm-Uentrop der Ort des Einsatzes. Am Montagabend, 22. Januar, gerieten gegen 20.20 Uhr vor der Einrichtung am Alten Uentroper Weg mehrere Personen aneinander. Überwiegend waren die Streitenden Asylbewerber, die in der Einrichtung untergebracht sind.

Das Verbalgefecht artete aus, im weiteren Verlauf sei es zu „diversen  Körperverletzungsdelikten“ gekommen, schildert die Hammer Polizei. Als die alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, hatten sich die Streithähne bereits wieder abgeregt, doch das handgreifliche Gefecht war nicht ohne Folgen geblieben: Ein Mann und eine Frau wurden verletzt, die Frau brachte ein Rettungswagen ins Krankenhaus.

Die Hammer Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Beteiligung an einer Schlägerei und Körperverletzung ein. Die Hintergründe der Auseinandersetzung müssen noch ermittelt werden.

Der letzte Polizeieinsatz in der ZUE Uentrop liegt erst wenige Tage zurück: Ein Streit während eines Kartenspiels mündete in eine heftige Schlägerei.

Drei Abende später, am Freitagabend (19. 1.), eskalierte ein Streit in der ZUE Möhnesee-Echtrop.

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5 KOMMENTARE

  1. Nur interessehalber: Glaubt irgendjemand, dass es vor einem oder zwei Jahren anders war und es in Flüchtlingsheimen KEINE Gewalttaten, Vergewaltigungen und Morde gab ?

    Soweit ich mich erinnern kann, wurden früher Straftaten in Flüchtlingsheimen als „häusliche Gewalt“ vertuscht. Warum darf die Bevölkerung neuerdings die Wahrheit erfahren und warum wurden wir früher belogen ?

  2. Das entspricht in mehrerer Hinsicht nicht den Tatsachen, Dagobert. 1.: Die Kreispolizei Soest hat „schon immer“ über Auseinandersetzungen in Unterkünften berichtet. Das ist nicht neu. 2. Die Einsortierung in „Gewalt im häuslichen Umfeld“ (nicht „häusliche Gewalt“) nahm und nimmt die Kreispolizeigehörde Unna für solche Vorfälle vor, das ist keineswegs übergreifender Modus. VG.

    • Danke für die Info. Dann muss ich die KP Soest loben. Ich verstehe dann aber immer noch nicht, warum in Unna ( und vermutlich auch in Dortmund und anderen Städten ?) weiter gelogen wird und die Statistik mit „Gewalt im häuslichen Umfeld“ gefälscht wird. In Soest ist ein Flüchtlingsheim ja offensichtlich kein „häusliches Umfeld“. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Unna und Dortmund weniger Straftaten in Flüchtlingsheimen passieren als in Soest….

  3. Schnelle Bearbeitung der Asylanträge, keine Einspruchsmöglichkeit gegen die Entscheidungen, schnelle Abschiebung bei unberechtigtem Aufenthalt. Schon gäbe es diese Diskussion nicht. Stattdessen setzen unsere links grün gerichteten Entscheider auf Beschäftigungstherapie. Malen nach Zahlen scheint wohl die Lösung gegen den Lagerkoller. Wobei, ehrlich gesagt, wenn ich wirklich Schutzsuchender wäre würde ich nicht da wo ich in Sicherheit bin und ohne Gegenleistung voll alimentiert, einen Streit mit Gewalt ausfechten