Schäden an sturmgeschädigter Ev. Kirche in Mio.-Höhe – Platznutzung zum Stadtfest unsicher

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Auch außen wird die Zerstörung durch die Fiale sichtbar, die auch eine Mauer zum Nachbargrundstück zerschlug. Werner Kolter (l.) und Hans-Martin Böcker (r.) lassen sich von Bettina Heine-Hippler (m.) den Stand der Arbeiten erläutern.
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Für die Sanierung der schwer sturmgeschädigten Stadtkirche zeichnen sich Kosten in Millionenhöhe ab. Der Kirchplatz muss weiter gesperrt bleiben, eine Nutzung zum Stadtfest im September (für das Weindorf) ist ungewiss.

„Die Kirche braucht eine Anstrengung aller in der Stadt“, stellte Bürgermeister Kolter nach einer Besichtigung der Baustelle Stadtkirche fest. Heißt konkret: Spenden sind unabkömmlich.

Kirchenkreissprecher Dietrich Schneider schildert die Ergebnisse eines Baustellenbesuch des Bürgermeisters vom vergangenen Freitag.

Vor Ort machten sich Werner Kolter und Superintendent Hans-Martin Böcker ein Bild vom Schaden an der Ev. Stadtkirche. Die Denkmalpflegerin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, (LWL) Dr. Ing. Bettina Heine-Hippler, erklärte den Umfang der Schäden und die laufenden Arbeiten.

Beim Sturm Friederike war wie berichtet eine Eckfiale vom Turmumgang herab durchs Dach gestürzt. Der Dachstuhl und ein darunter liegendes Gewölbe wurden schwer beschädigt.

Doch damit nicht genug: Bei den darauf folgenden Untersuchungen zeigten sich weitere Risse im Kirchenschiff, an der Fassade und im Turmbereich, zum Beispiel auch an den Wasserspeiern und an der Außenwand. Wahrscheinlich muss der Turm, der erst vor 10 Jahren teilsaniert wurde, erneut umfänglich gesichert werden.

Als erste Sicherungsmaßnahme außen haben die kunstvoll gestalteten Wasserspeier orangene Sicherheitsgurte bekommen. Besonders die anstehenden Arbeiten an den Fialen würden diese gefährden. Auch die Orgel wurde umfassend gesichert (Bild unten).

Der Kirchplatz bleibt  auch weiterhin abgesperrt. Es geht gleichzeitig um die Wiederherstellung von Dach, Dachstuhl und Gewölbe und die zusätzlichen Schäden an Turm und Fassade. 

Kosten in Millionenhöhe zeichnen sich ab. Vorsorglich hat die Ev. Kirchengemeinde der Stadt angezeigt, dass eine Nutzung zum Stadtfest im September nicht sicher ist.

Die Sicherung dieses Gewölbes sei die nun erst einmal die vorrangige Herausforderung, erläuterte Denkmalpflegerin Heine-Hippler, Einsturzgefahr sei immer noch gegeben.

Der Schaden, der an der Ev. Stadtkirche Unna entstand, sei der größte, den der Sturm an einem Denkmal im Bereich des LWL verursacht habe.

Denkmalschützerin Dr. Ing. Bettina Heine-Hippler erläutert Pfarrerin Barbara Dietrich, Superintendent Hans-Martin Böcker und Bürgermeister Werner Kolter (v.l.) an Plänen die weiteren Schritte bei der Sicherung und Restaurierung des Gewölbes der Stadtkirche. (Fotos: Ev. Kirchenkreis Unna /D. Schneider)
Kolter und Böcker zeigten sich entsetzt über das Ausmaß des Schadens: „Diesen nun zu beheben, das nur durch eine Anstrengung aller, der Kirche, der Stadt und der Bürger zu bewältigen“, zitiert der Kirchenkreissprecher die einhellige Meinung des Bürgermeisters und des Superintendenten.
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Die Kirchengemeinde bittet alle Unnaer um Unterstützung für diese Arbeiten und hat dafür Spendenkonten eingerichtet:

Bei der Sparkasse Unna: IBAN: DE27 4435 0060 1000 4233 82

Bei der Volksbank Unna:  IBAN: DE73 4416 0014 6459 8902 01 Auch der „Förderverein zur Erhaltung der Stadtkirche“ hat die Unterstützung der Arbeiten zugesagt. Das Konto: Volksbank Unna IBAN DE28 4416 0014 4202 3489 01

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