CDU: Pläne für Asylheim begraben – Grundstück verkaufen – Unterbringungen in Nachbarstädten mieten

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Asylbewerber auf dem Weg in ihre Unterkunft. (Archivbild/RBU)
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Die Unnaer CDU-Fraktion macht die Ankündigung ihres Vorsitzenden vom Wochenende konkret. Sie verabschiedet sich vom Neubau einer städtischen Asylunterkunft an der Kamener Straße (für 2,3 Mio. Euro veranschlagte Baukosten).

Die Stadt, schlägt die CDU-Fraktion in einem heutigen Antrag vor, soll das Grundstück verkaufen und mit dem Erlös die leere Haushaltskasse auffüllen.

Parallel soll die Verwaltung verstärkt über die „Baulandoffensive“ preisgebundene Wohnungen schaffen (Sozialwohnungen).

Für die Unterbringung anerkannter Asylbewerber könnten möglicherweise Quartiere in Nachbarstädten oder -gemeinden angemietet werden. „Dort stehen teilweise Unterkünfte zur Verfügung und könnten somit genutzt werden.“

Diese Möglichkeit solle die Stadtverwaltung zumindest prüfen, fordert die CDU, die sich damit von ihrer Zustimmung zur Neubauplanung in der Ratssitzung am 19. 10. 2017 offiziell abkehrt.

In jener Ratssitzung, erinnert die CDU, sei (mit 4 Gegenstimmen) lediglich der Planungsstart für den Bau einer „städtische Immobilie“ beschlossen worden. Die Stadtverwaltung bekam damit die Möglichkeit, alle Vorbereitungen zu treffen, um Fördergelder zu bekommen.

Doch dieses Fördergeld, mit dem dieser ad hoc-Beschluss damals einzig begründet wurde, hat für die zweitgrößte Ratsfraktion jetzt keine Priorität mehr.

Ihr scheint es „vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltssituation der nächsten Jahre „…  nicht vertret- und darstellbar, an dieser Stelle den Ersatz für eine Unterkunft mit Nebenbau zu errichten.“ Ganz im Gegenteil könne die Stadt das Grundstück zu Geld machen und soll parallel dazu den öffentlichen Wohnungsbau massiv stärken.

Einen ganz ähnlich lautenden Antrag hat bereits im Januar die Freie Liste Unna gestellt – die dem Planungsstart für den Neubau im Oktober nicht zugestimmt hatte: BERICHT HIER

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