Zwei bedrohliche Erlebnisse in kurzer Folge in Königsborn – „Was passiert mit der Gesellschaft…?“

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„Wo soll das alles nur hinführen? Ist es nicht mehr möglich, dass man sich – egal welcher Nationalität, egal welcher Hautfarbe – frei irgendwo bewegen kann, ohne dass man angepöbelt wird und Angst haben muss?“ Das fragt sich, aufgewühlt und sehr besorgt, eine Leserin aus Königsborn, die uns von zwei abschreckenden Erlebnissen in kurzer Folge berichtet. Beide hatten mit Gewalt gegen augenscheinliche Zufallsopfer zu tun.
Der eine Fall spielte sich am Sonntagabend (11. 2.) im Kurpark ab, der andere am Donnerstabend (15. 2.) auf der Friedrich-Ebert-Straße.
Wir lassen die junge Frau, die uns bekannt ist, ihre Erlebnisse wörtlich wiedergeben. Beide Vorfälle wurden bei der Unnaer Polizei angezeigt. Die Leserin bleibt zu ihrem Schutz anonym.
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Sonntagabend, 19.45 Uhr – Dunkelhäutiger junger Mann im Kurpark von aggressiver Gruppe bedroht

Die Leserin schildert:
„Sonntagabend, Runde mit Hund durch den Kurpark. Der Hund trägt rassebedingt Maulkorb. Am Eingang zum Park an der Friedrich-Ebert-Straße auf einer der Bänke sitzt ein dunkelhäutiger junger Mann, umringt von einigen anderen Männern, die wild gestikulieren und auf ihn einreden.
Die Männer erblicken mich und den Hund und meinen doch allen Ernstes: „Solche Hunde sind zu dem Zweck gezüchtet, Neger und Affen wie dich in Schach zu halten“ und „Ich hole den Hund und hetze ihn auf dich!“
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Mir selbst ist die Gruppe auch nicht ganz geheuer, aber ich kann und will den dunkelhäutigen Mann nicht allein dort sitzen lassen, sichtlich hilflos ausgeliefert…
Also hin und die ganze Gruppe angesprochen mit den Worten: „Mein Hund wird auf nix und niemanden gehetzt und jetzt lasst den Mann in Ruhe!!“
Allerdings legte mein Hund dann gleich so los, dass sie ganz fix das Weite suchen.
Den völlig verschüchterten jungen Mann habe ich dann aus dem Kurpark raus begleitet und noch ein Stück Richtung Innenstadt… Polizei wollte er nicht, kein großes Aufsehen erregen, mente er.
Doch so etwas gehört öffentlich gemacht, denn so geht’s nicht!! Er hat niemandem was getan,  also was bilden sich manche Menschen eigentlich ein??!
Von ihrem Akzent her hatten diese Männer selbst auch ausländische Wurzeln, russisch vermutlich… Wo soll das alles nur hinführen?? Da wird es einem Angst und Bange, und man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte… Ist es nicht mehr möglich, dass man sich, egal welcher Nationalität, egal welcher Hautfarbe, frei irgendwo bewegen kann, ohne dass man angepöbelt wird und Angst haben muss??
Es gibt nur eine Rasse und die heißt Mensch, genauso wie es die Gesamtschüler in Lünen nach dem tragischen Unglück geschrieben hat… Unser aller Blut ist rot und wir sind alle Menschen, gleich woher wir kommen!! Ich hab so viel Wut in mir,  das kann sich keiner vorstellen…“
DAS SAGT DIE POLIZEI:
Thomas Röwekamp von der Polizei Unna.

„Wir geben immer wieder den Rat, bei solchen Erlebnissen so schnell wie möglich die Polizei anzurufen. Je geringer der Zeitverzug ist, desto eher besteht die Möglichkeit, handelnden Personen anzutreffen und zu identifizieren“, erklärt Polizeisprecher Thomas Röwekamp.

„Auch wenn der junge Mann selbst kein Interesse an der Strafverfolgung hat, weiß man nicht, aus welchem Grund das geschieht, ob aus Angst oder anderen Motiven. Das könnten unsere Feststellungen dann ergeben. Die Kolleginnen und Kollegen können dann auch verifizieren, ob ein Straftatbestand vorliegt oder nicht.

Nach den Schilderungen besteht hier durchaus der Verdacht, dass es sich um Straftatbestände handelt, sei es Beleidigung, Nötigung, Bedrohung und auch schon in den Bereich, dass rassistische Tatbestände erfüllt wurden. Dann wäre das auch schon ein Fall für den Staatsschutz. Wenn man die genauen Zeugenaussagen hat, kann man von unserer Seite schon eingrenzen, wegen welcher Tatbestände man eine Strafanzeige fertigt.

Nach den Beschreibungen hat die Frau in dem Fall ja sehr couragiert gehandelt und den Mann unterstützt. Aber um noch einmal auf den Anfang zurückzukommen, man sollte sich nicht scheuen die Polizei anzurufen, um auch ev. bevorstehende Konfrontationen vermeiden zu können und auch die Eigengefährdung möglichst zu vermeiden.“

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Donnerstagabend, Friedrich-Ebert-Straße: Afrikanischer Randalierer wird aggressiv, greift mit Bierflasche an

Die Leserin schildert:
„Hier direkt vor unserer Haustür hat es gerade einen Zwischenfall gegeben, das hab ich so noch nicht erlebt und möchte ich auch nicht mehr…
Geschrei ist zu hören, ein Mann eine Frau, die sich laustark streiten. Unsere Hunde schlagen an. Mein Partner ruft sie zur Ruhe, weil sie nicht anschlagen sollen, nur weil draußen mal was los ist…
Das nimmt der Mann draußen zum Anlass, an unserer Haustür zu randalieren. Mein Mann geht gucken, was los ist. Da steht vor ihm ein Afrikaner, der sofort losschimpft:  „A****loch was wollen du“ , „komm raus ich fi*** deine Mutter“ , ich ramm dir meinen Schw** ins A*** , „ich stech dich ab“ usw…
Mein Mann fordert ihn mehrfach auf, zu gehen und bei uns vor der Haustür nicht so ein Theater zu machen.  Der Mann holt daraufhin eine Bierflasche aus seiner Jacke und geht damit auf meinen Mann los und pöbelt weiter…
Auf seine Frau hört er kein Stück, wird immer aggressiver und kommt immer näher… Als ich ihm sage, dass ich jetzt die Polizei rufe, flippt er erst richtig aus und schreit „ich f** die Polizei, die machen eh nix „, „Ich weiß, wie du aussiehst, wir sehen uns wieder“ , „dich kriege ich und dich kriege ich auch noch, warte ab“….
 
Die Polizei verspricht, sofort jemanden zu schicken, aber die Situation spitzt sich immer weiter zu und er geht mit der Bierflasche auf mich los und versucht sie mir auf den Kopf zu schlagen. Daraufhin wende ich Pfefferspray an, und es ist schlagartig Ruhe.
Er geht mit seiner Freundin um die Ecke – aber nur, um kurz darauf wieder zurück zu kommen und erneut loszulegen… Bierflasche zerschlagen mitten auf der Straße, attackieren…
Ich rufe 5 Mal bei der Polizei an, bis endlich der erste Streifenwagen vor Ort ist. Und der Beamte hätte den Randalierer im Hintergrund eigentlich hören müssen.
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Dann kommt endlich der erste Streifenwagen.

Der Afrikaner will mit seiner Freundin verschwinden. Das schafft er aber nicht mehr. Der Polizist lässt sich den Sachverhalt schildern und sich die Personalausweise geben… Und jetzt kommt es. Der Afrikaner und seine Freundin haben beide keine Ausweise dabei. Und so lässt sich der Polizist den Namen des Afrikaner geben und buchstabieren und das mehrfach… und dann lassen sie ihn nach einem Alkoholtest (mit 0,64 Promille Ergebnis) wieder von dannen ziehen…
Da frage ich mich, woher die wissen wollen, ob der Name stimmt, ebenso wie Adresse usw…
Ein zweiter Streifenwagen kommt dazu, und die Polizistin, die dort aussteigt, hat wohl auch nicht ihren besten Tag gehabt… arrogant, überheblich, desinteressiert und patzig, eine solche Art und Weise habe ich noch nicht erlebt.
Ich zittere so stark, dass ich die Anzeige kaum unterschreiben kann, und so möchte ich, dass mein Mann das macht. Da patzt die Polizistin mich an, ich würde das ja wohl hinkriegen, wäre ja wohl nix… Ich sage ihr, sie soll sich die Hand mal angucken von wegen dem Zittern… gar  nix, einfach stur wieder bei Seite geschaut und mir entnervt den Kulli vor die Nase gehalten…
Es wäre mir wichtig gewesen, dass sie mir zuhört, aber das interessiert sie null.  Auf nix eingegangen, einfach ihr Ding durchgezogen und das war es.
Mit den Worten „Sie bleiben jetzt an der Hand Ihrer Frau“ schickt der Polizist den Afrikaner wieder weg… der dreht sich um und wird gegenüber dem Polizisten aggressiv,  der dann seine Worte deutlicher wiederholen muss und das auch noch zwei weitere Male.
Ich bleibe fassungslos in der Haustür stehen. Warum wurde er nicht mitgenommen, er hat doch direkt gezeigt, dass er wieder agressiv wird…“
Zeuge im weißen Audi gesucht: Im Verlauf der Auseinandersetzung bis zum Eintreffen der Polizei musste der Fahrer/die Fahrerin eines weißen Pkw, vermutlich Audi, stark abbremsen, weil der Randalierer mit Bierflaschen um sich warf, so die Königsbornerin. Er/sie könnte evtl. als Zeuge Aussage machen.
 
DAS SAGT DIE POLIZEI:
Polizeisprecherin Vera Howanietz.
„Bei dem Einsatz an der Friedrich-Ebert-Straße soll es zunächst zu verbalen Streitigkeiten zwischen vier Personen (alle zunächst als Beschuldigte erfasst) gekommen sein“, schilderte uns Polizeisprecherin Vera Howanietz am Freitag auf Nachfrage den Hergang des Polizeieinsatzes.
„Einer der Beschuldigten, ein 26 jähriger Afrikaner, soll versucht haben,  eine andere Beschuldigte, eine 34 jährige Unnaerin, mit einer Flasche zu schlagen. Dieses soll diese durch den Einsatz von Pfefferspray abgewehrt haben.
Es soll nicht das erste Zusammentreffen der Beteiligten gewesen sein.“ (Anmerkung der Redaktion: Die Leserin betont, dass sie und ihr Mann den Afrikaner nie zuvor gesehen haben.)
„Die Kollegen haben alle erforderlichen Personalien der Angetroffenen erhoben , um eine Anzeige wegen u.a. gefährlicher Körperverletzung zu fertigen. Zudem wurde ein Alcotest bei einem der Beschuldigten durchgeführt.
Zur genauen Klärung des Sachverhaltes werden alle Beteiligten im Rahmen ihrer anstehenden Vernehmungen beitragen können.“
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2 KOMMENTARE

  1. Was soll das Gezeter. Sowohl in dem einem als auch in dem anderen Fall ist das die neue Situation in dem Land „in dem wir gerne Leben.“ Und Deutschland ist bunt und wird immer bunter, und es gibt doch tatsächlich Leute die freuen sich darauf, freuen sich auf solche Zustände die erst der Anfang sind von dem was uns erwartet. Bund statt bunt, andere europäische Länder machen uns das vor. Angefangen von dem geächteten Österreich bis zu dem ehemals sehr liberalen und weltoffenen Dänemark dass das Asylrecht auf null Einreise ändern und an der Grenze die Asylsuchenden in zentralen Lagern unterbringen will. Übrigens eingebracht die Gesetzesänderung von einer Sozialdemokratin. Von diesem Selbsterhalt sind wir um Lichtjahre entfernt, Selbstauflösung ist stattdessen angesagt in Deutschland. Also holt noch mehr rein in diese Land. Ich hoffe sehr dass die Selbstzerfleischung der Sozen so weiter geht und weder grün noch rot in den nächsten 50 Jahren in Regierungsverantwortung kommt.

  2. Unsere Regierung, soweit man so einen Sauhaufen noch so bezeichnen kann, macht alles nur Erdenkliche das Land zu ruinieren, die Gesellschaft zu spalten und zu polarisieren. Das angesichts einer politisch gewollt kaputtgesparten und offenbar in Teilen unmotivierten/frustrierten Polizei sich immer mehr gesellschaftliche Gruppen ermächtigt oder genötigt sehen „die Dinge selbst zu regeln“ wundert mich nicht. Es wird meiner Einschätzung nach auch noch drastisch schlimmer werden und auch viele Unbeteiligte und Unschuldige treffen. Man kann nur zusehen, wie man selbst heil da durch kommt.