Der Zauberer von Oz im Rathaus Unna – täglich ein neues Kaninchen aus dem Hut! Ein Kommentar

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Der Zauberer von Oz: Wer ist hier wer im Rathaus Unna? Der Fantasie sei freien Lauf gelassen. ;-) (Foto: Pixabay)
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Schwuppdiwupp und Überraschung – urplötzlich werden in der Flüchtlingsunterkunft an der Hammer Straße gravierende Brandschutzmängel offenbar, die die Stadt zu Sofortmaßnahmen zwingen und mitten in die Diskussion um den Neubau einer Unterkunft an der Kamener Straße platzen. Den will die Stadt, doch immer weniger Politiker wollen ihn.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt? Das fragt sich dauerkopfschüttelnd der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Rudolf Fröhlich. Er hat am heutigen Sonntag einen Kommentar dazu verfasst (siehe Homepage der CDU Unna).

Rudolf Fröhlich, CDU

„An schlechten Nachrichten aus der Kommunalpolitik mangelt es in Unna bekanntlich momentan wahrlich nicht. Spätestens seit dem letzten Freitag kommt eine neue hinzu: In der Flüchtlingsunterkunft an der Hammer Str. hat man offenbar gravierende Brandschutzmängel festgestellt, die Anlass für Sofortmaßnahmen waren. Die Bewohner wurden kurzfristig in die Kamener Str. 120 umquartiert.

Die Nachricht erreicht uns just zu einem Zeitpunkt, an dem die Politik über die Frage des Neubaus einer Flüchtlingsbleibe und damit über eine Investition von rund 2,3 Millionen Euro diskutiert.

Wir fragen uns nun:

Warum fallen diese offenbar gravierenden Sicherheitsmängel erst jetzt auf, nachdem diese Unterkunft seit Jahren ohne Probleme Jahren betrieben wurde? Hat man in der Vergangenheit etwa fahrlässig den Brandschutz vernachlässigt? Wie kam es zu der Brandschutzschau, die offenbar zu diesem Ergebnis mit sofortigem Handlungserfordernis geführt hat?

Wie ist es in den übrigen Flüchtlingsunterkünften der Stadt um den Brandschutz bestellt? Ist eine sofortige Prüfung auch hier veranlasst? Welche Kosten werden voraussichtlich entstehen … Wie ordnen sich die neuen Erkenntnisse in die derzeitige Bemühungen um die Gesundung des Haushalts ein?

Welche ersten Schlussfolgerungen ziehen Bürgermeister und Verwaltung aus den neuen Erkenntnissen in Bezug auf die laufende Haushaltsdebatte und den beabsichtigten Neubau an der Kamener Str.?

Diese und andere Fragen wurden in der nicht-öffentlichen Sitzung am Freitag unter Hinweis auf die Tagesordnung nicht zugelassen. Auf der Tagesordnung fanden sich indessen andere wichtige Themen:

Zum Beispiel die wichtige Frage, ob die Stadt es sich künftig noch leisten kann und soll, Altersjubilaren ein Präsent für ein paar Euro zu überreichen. Das nenne ich einmal richtige Schwerpunktsetzung!

Wir dürfen vor diesem Hintergrund erwarten, dass wir ehrenhalber in das Ensemble des Theaters Narrenschiff aufgenommen werden.

Letztlich frage ich mich auch: Wenn man es am Donnerstag schon wusste, weshalb wurden die Fraktionen vom BM nicht noch in der Ratssitzung, meinetwegen im nicht-öffentlichen Teil, informiert, sondern erst am Freitagmorgen durch den Beigeordneten Kutter? Gern hätte ich an dem Abend noch eine oder zwei weitere Stunden investiert, um das Thema zu besprechen. Aber das wollte man offenbar nicht.

Als vertrauensbildende Maßnahme bewerte ich das Vorgehen jedenfalls nicht. Nun schauen wir alle gebannt, welches Kaninchen der Zauberer von Oz als nächstes aus dem Hut ziehen wird. Ich bin gespannt. Sie auch?“

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4 KOMMENTARE

  1. Zumindest darf man inzwischen darüber reden, dass die Flüchtlingspolitik sehr teuer wird. Das ist deutlich besser als der verlogene Spruch: „Unna gönnt sich zu viel Kultur und Schulen, deswegen brauchen wir mehr Geld“. Vielleicht sollte man erwähnen, das der Spaß in den nächsten Jahren noch viel,viel teurer wird. Und natürlich sollte man darauf hinweisen, dass die CDU und Frau Merkel hauptverantwortlich für diesen Irrsinn sind. Möchte Herr Fröhlich(CDU) nicht so langsam aus der CDU austreten?

  2. Schön, dass nun auch Herr Fröhlich so langsam merkt, welch eine Katastrophe seine oberste Chefin aka „Grosse Staatsratsvorsitzende“ angerichtet hat und weiter anrichtet und welche Auswirkungen die hier vor Ort hat. Gepaart mit ruhrgebietstypischem Genossengewurschtel (nichtöffentliche Ad-hoc Beschlüsse, wird schon keiner merken…) und dem schon fast traditionellen Unvermögen von Sozis mit dem Geld der Bürger sorgsam umzugehen, ist hier nun eine Suppe aufgetischt, die plötzlich scheinbar keinem der Köche mehr so recht schmeckt. Aber halt, wir müssen ja nur bei einigen hunderttausend Verabschiedungen von Unnaer Verwaltungsmitarbeitern und Ratsmitgliedern ein paar Euro sparen, schon ist das Geld ja wieder reingeholt. Und wenn nicht, dann werden halt wieder Steuern und Abgaben erhöht. So läuft es doch, nicht wahr?! Allerdings wäre der Bau des Asylheims eigentlich sogar entbehrlich, wenn all die „guten“ Menschen in Unna jeweils einen der eifrig herbeigeklatschten Neubürger bei sich aufnähmen und verpflegten. Aber so ernsthaft war das dann mit dem Engagement und der demonstrativ ins Feld geführten christlichen Nächstenliebe wohl doch nicht gemeint…