Tod einer 15Jährigen: OB Sierau kündigt Aufklärung an – Parkdeck soll nachts schließen

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Sie starb einen schrecklichen, gewaltsamen Tod – nur 15 Jahre durfte sie leben. Des Totschlags dringend verdächtig ist ein Mädchen, das nur ein Jahr älter ist. UNSER BERICHT HIER.

Die Ermittler sind einen wichtigen Schritt weitergekommen. Die Tatwaffe wurde gefunden, ein Messer. Es sei entsorgt worden, bestätigte Staatsanwalt Schulte-Göbel gegenüber dem Portal Der Westen. Die 16-jährige Hauptverdächtige schweigt derweil weiterhin, ihre Anwältin verlangt zuerst Akteneinsicht.

Von dem tödlichen Vorfall am späten Freitagabend (23. 2.) auf einem Parkdeck am Bahnhof Hörde zeigt sich Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau schockiert und betroffen.

Der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD).

„In Gedanken sind wir bei den Familien der beiden Mädchen“, so der OB in einer Pressemitteilung vom Montag. „Ich habe unmittelbar und dringend darum gebeten, die Hintergründe und Zusammenhänge der Tat aufzuklären. Zunächst gilt es, den tatsächlichen Sachverhalt darzustellen, so dass wir die jetzt erforderlichen Schritte einleiten können. Dazu gehören auch Hilfen für die betroffenen Familien.“

Noch am Freitag, wenige Stunden vor dem Tod der 15 Jährigen, hatte es eine Zusammenkunft zum Thema „Situation rund um das Parkhaus am Bahnhof Hörde und mögliche Nachtschließung“ gegeben, rekapituliert Sierau. Beteiligt waren die Bezirksvertretung, der Eigentümer des Parkhauses/Pinkinvest, Polizei, Bundespolizei, Stadtwerke, DB und städtische Ämter. 

Man vereinbarte, kurzfristig alle rechtlichen und formalen Vorbereitungen zu treffen, um das Parkdeck außerhalb der Geschäftszeiten zu schließen. Sprich, zwischen 24 und 7 Uhr wird das Parkdeck künftig nicht mehr zugänglich bzw. zu befahren sein.

Die Jugendgruppe, zu der die verstorbene 15 Jährige und die 16 jährige mutmaßliche Täterin gehörten, hatte sich am Freitag spätabends auf dem Parkdeck getroffen. Um 23.40 Uhr passierte dort nach bisherigen Erkenntnissen das tödlich geendete Drama.

Kurzfristig soll laut Sierau außerdem „das Freizeit- und Betreuungsangebot für Jugendliche noch weiter intensiviert werden“. Der OB sichert zu: „Wir werden alle ordnungsrechtlichen, baulichen und betreuerischen Möglichkeiten, über die wir verfügen, genauestens anschauen, diese bewerten und mit Blick auf die Situation vor Ort einsetzen.“

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