Dieselfahrverbote erlaubt – IHK besorgt: „Muss letztes Mittel sein!“

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Symbolbild / Pixabay
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Dieselfahrverbote sind grundsätzlich erlaubt.

Dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) Leipzig vom heutigen Dienstag (27. 2.) ruft besorgt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dortmund auf den Plan.

Generell ordnet das Urteil keine Dieselfahrverbote an. Die Verantwortung liegt jetzt bei den Städten und Kommunen, in denen die Grenzwerte überschritten werden. Die IHK warnt vor Hysterie und Panikmache.

„Auch wenn Dieselfahrverbote nun grundsätzlich möglich sind, sollten sie von den Städten nur als letztes Mittel in Betracht gezogen werden“, beschwört die Kammer in einer ersten Stellungnahme vom heutigen Mittag. Sofern Fahrverbote im Interesse des Gesundheitsschutzes wirklich unumgänglich seien – zur Rede steht z. B. die Landeshauptstadt Düsseldorf – fordert die Kammer  Übergangsfristen und Ausnahmen für bestimmte Unternehmen und Verkehre. 

Fahrverbote sind aus Sicht der Wirtschaft nicht zielführend für reinere Luft in den Innenstädten.  „Die Schadstoffemissionen von Lieferverkehr können durch die  innovative Innenstadt-Logistik um bis zu 30 Prozent reduziert werden“, nennt die IHK eine aus ihrer Sicht viel sinnvollere Maßnahme – sie bietet dazu auch Schulungen an. Auch mit der Gründung der Lastenradinitiative „CargoBike“ habe die Kammer schon einen eigenen Beitrag für gesundere Luft geleistet. Und zu den konkreten Maßnahmen zähle außerdem eine Übersichtskarte von Halteplätzen für den Lieferkehr in der City – um unnötige Suchverkehre zu vermeiden.

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2 KOMMENTARE

  1. Es ist unbestritten dass wir etwas für den Klimaschutz und gegen die Erderwärmung tun müssen ebenso wie gegen die gesundheitsschädigenden Schadstoffe in unserer Luft, speziell in den Ballungsräumen und an viel befahrenen Straßen. In wieweit das allein dem Diesel anzulasten ist da gibt es ja Expertenaussagen die allesamt unter dem Strich der Meinung sind der Anteil rechtfertigt nicht ein Dieselfahrverbot. Aber auch Kleinvieh macht Mist. So lange wir Bürgermeister haben die sich dafür feiern dass es in ihrer Stadt keine grüne Welle mehr gibt und die Autos an jeder Ampel halten müssen läuft da etwas falsch. Und schauen wir auf unserer Kommune und die Haupteinfallachse, die B1. Grüne Welle gibt es da nicht, wenn man Pech hat steht man selbst in der Nacht an jeder Kreuzung, von der Hertiger Straße über Iserlohner, Kessebürener Weg bis hin zur Morgenstraße. Auch die viel gepriesene intelligente Ampel bei den Stadtwerken gibt dann den Rest wenn sie kurz vorher auf Rot geht so dass man trotz fehlenden Querverkehrs anhalten muss. Verbräuche und damit Schadstoffausstoß vermutlich 20% über dem was sein könnte bei einer grünen Welle. Und die die wir über 40 Jahre gehabt haben und reibungslos funktionierte, nämlich auf dem Verkehrsring, wurde zu Gunsten von zehntel Sekunden die der öffentliche Nahverkehr eher sein Ziel erreicht, aufgegeben. Stand man früher max. 1-mal vor einer roten Ampel und hatte man ansonsten verbrauchsgünstige freie Fahrt, steht man heute fast an jeder Kreuzung, zu Stoßzeiten auf dem Ring z.B vor der Massener Straße zurück bis Mozartstraße. Zusätzlicher Verbrauch und somit zusätzliche Emissionen eingeschlossen. Und teuer bezahlt hat der Steuerzahler für diese unsinnige Umstellung auch noch in nicht unerheblichem Maße. Über den Kreishauskreisel braucht man, glaube ich, kein weiteres Wort verlieren. So sind auch in Unna die Probleme/ Luftverschmutzung teilweise hausgemacht und unnötig.