Schwere Körperverletzung, jahrelang abgetaucht – mit Doppelidentität bei Ausreise erwischt

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Foto: Pixabay (Espressolia)
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Dreieinhalb Jahre lang konnte ein gewalttätiger Krimineller an unbekannten Orten in NRW untertauchen. Jetzt wollte er den Abflug in sein Heimatland machen – flog aber final am Flughafen auf.

Die Ausreise des 32-jährigen Libanesen endete vor dem Haftrichter. Er legte bei der Ausreisekontrolle am Düsseldorfer Flughafen einen libanesischen Reisepass und eine Duldung vor.

„Jedoch wichen die Personalien (in den beiden Dokumenten) stark voneinander ab, weshalb die Bundespolizisten stutzig wurden“, schildert BuPo-Sprecher Volker Stall. Ganz davon abgesehen war die Duldung sowieso nicht mehr gültig.

Eine Überprüfung anhand von Fingerabdrücken brachte den Beamten Klarheit darüber, wen sie da vor sich hatten. Und sogleich klickten die Handschellen. Denn gegen den Libanesen hatte die Dortmunder Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl verfügt – und zwar schon im Oktober 2014: Damals hatte der Asylbewerber eine andere Person gemeinschaftlich mit einem Stein im Gesicht schwer verletzt.

Weil der Libanese an seiner letzten Meldeadresse in Borken nicht angetroffen wurde und sich verborgen hielt, wurde er zur Festnahme ausgeschrieben.

Der Haftrichter ordnete U-Haft an. Wegen der Unstimmigkeiten der Namensangaben laufen die Ermittlungen weiter: Die Behörden wissen nach wie vor nicht, wen sie da eigentlich genau vor sich haben.

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