Kita-Wünsche Unnaer Eltern: Stadt stellt Ergebnisse vor

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Spielendes Kind in der Kita. (Symbolbild / Pixabay: Design_Miss_C)
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Welche Wünsche haben Unnaer Eltern in puncto Kinderbetreuung an ihre Stadt? Dazu hatte die Verwaltung im November eine Bedarfsabfrage gestartet. Die Ergebnisse stellt sie am Dienstag (13. 3.) ab 17 Uhr öffentlich im Jugendhilfeausschuss (Ratssaal) vor.

Die wichtigsten Ergebnisse und Kerndaten der Abfrage:

  • 718 vollständig ausgefüllte Fragebögen konnten zur Auswertung genutzt werden. Die Rücklaufquote betrug 30%.
  • Kinder werden in Unna vorwiegend ab dem 1. bzw. 2. Lebensjahr erstmalig fremdbetreut.
  • Betreuungsort ist zu 97% Unna, nur 20 Eltern lassen ihre Kinder in einer angrenzenden Stadt betreuen.
  • Über die Hälfte – 377 – wünscht sich 35 Stunden Betreuung.
  • Knapp ein Drittel – 198 – hat mehr Bedarf: 45 Stunden pro Woche.
  • Noch länger als 45 Stunden möchten 40 Eltern (6 %) ihre Kinder betreut wissen.

In den Fragebögen könnten die Mütter und Väter auch Anmerkungen hinterlassen. Exemplarisch greift die Stadt eine Kritik heraus:

„Die Standardöffnungszeiten sind nicht kompatibel mit einer Vollzeitstelle (Regelarbeitszeit in einer anderen Stadt). Außerdem ist die Schließung während der Ferienzeiten ein großes organisatorisches Problem, wenn man keine weitere Verwandtschaft in der Nähe hat.“

Hintergrund der Abfrage:

Seit dem 01.09.2017 gibt es die „Netzwerkstelle KitaPlus“ im Rathaus, gekoppelt an das  Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“.  Das Programm will eine nachhaltige Strategie zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf anstoßen – durch entsprechende Veränderung der Betreuungs- und Öffnungszeiten. „Die Arbeitszeiten Berufstätiger sind deutlich flexibler geworden. Zur Entlastung der Familien und um neue Chancen zu schaffen, wieder in das Erwerbsleben einzutreten, benötigen diese eine verlässliche und flexible Kinderbetreuung“, heißt es in dem Programm.

Die Stadt startete dazu eine Kompletterhebung der Betreuungswünsche von 3126 Kindern zwischen 0 und 6 Jahren. Jeder dritte Bogen kam zurück (30%).

Ausgefüllt wurde der Fragebogen zu 83 % von Müttern und zu 14 % von Vätern.

TAGESORDNUNG des Jugendhilfeausschusses am 13. 3. HIER

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