„Dortmund deutlich sicherer geworden – aber das will offenbar keiner so richtig hören“

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Zusammen mit dem Bundespräsidenten besuchte auch NRW-Innenminister Reul (CDU) die Dortmunder Polizei. (Foto: Polizeidirektion DO)
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„Dortmund ist deutlich sicherer geworden. Man muss aber manchmal das Gefühl haben, dass das keiner so richtig hören möchte.“

Mit einer Mischung aus Kritik, Ernüchterung und Enttäuschung äußerte sich Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) am heutigen Dienstag (13. 3.) gegenüber einem promimenten Besucher: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Parteifreund von Lange, weilt bekanntlich im Ruhrgebiet und stattete heute auch dem Dortmunder Polizeipräsidium einen Besuch ab.

Mit Blick auf die aktuelle  Kriminalitätsstatistik, die für die Metropole einen zweistelligen prozentualen Rückgang der Gesamtfallzahlen ausweist, bemerkte Lange:

Polizeipräsident Gregor Lange. (Foto: Polizei DO)

„Immer noch sprechen die Menschen von einer Kriminalitätsangst, die in dieser Form nicht immer gerechtfertigt ist.“

Der Besuch des Bundespräsidenten sei eine „große Geste der Anerkennung und Wertschätzung für den Beruf des Polizeibeamten“, lässt sich der Polizeichef in der Mitteilung seiner Pressestelle zititieren. “ Unsere Polizisten sind ein sichtbares Symbol unseres demokratischen Rechtsstaates. Und dieser Rechtsstaat muss sich auch in einer Metropole wie Dortmund besonderen Herausforderungen stellen.“

Der Bundespräsident und seine Gattin hatten sich zur Vorbereitung auf den Besuch in Dortmund sogar mit der aktuellen Kriminalitätsentwicklung in Dortmund auseinander gesetzt. So bat der Bundespräsident den Polizeipräsidenten um eine kurze Darstellung dieser Entwicklung, die Gregor Lange wie schon oben beschrieben erläuterte:

„Unsere Beamtinnen und Beamte haben mit sehr viel Engagement daran gearbeitet, dass die Gesamtkriminalität und wesentliche Deliktsfelder seit mehreren Jahren rückläufig sind. Dortmund ist deutlich sicherer geworden. Man muss aber manchmal das Gefühl haben, dass das keiner so richtig hören möchte.“

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2 KOMMENTARE

  1. Es geht nicht ums „Hören“. Es geht ums „Glauben“. Ich glaube Herrn Lange(SPD) inzwischen kein Wort mehr. So lange vertuscht und verheimlicht wird, muss Herr Lange (SPD) sich den Vorwurf der Lüge gefallen lassen. Polizeipräsidenten sollten nach Qualifikation und nicht nach Parteibuch ausgesucht werden.

  2. Nun, zwischen den nach politisch geforderten Anforderungen manipulierten und geschönten Kriminalstatistiken steht dann doch die Realität am Dortmunder Hauptbahnhof, der Nordstadt und mittlerweile Übergriffe in allen Dortmunder Stadtteilen entgegen. Aber wieder mal wurde Berliner Politikern, die ohnehin in einem Luftschloss leben, eine heile Welt fern jeder Realität vorgegaukelt. Schade drum.