Weiterer Angriff in Unna schon vor 3 Wochen – Opfer brach sich Hand

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Die Morgenstraße am Eingang zur Fußgängerzone mit dem Ollen Kotten und dem Morgentor. (Archivbild RBU)
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Die drei Angriffe bzw. Überfälle in der Unnaer Innenstadt am vergangenen Samstag und Montag waren nicht die ersten in diesem Jahr. Bereits am frühen Morgen des 18. Februars wurden zwei Unnaer nachts auf dem Heimweg angegriffen, ebenfalls auf der Morgenstraße. Die Täter flüchteten unerkannt.

Die Polizeipressestelle vermeldete den Vorfall damals nicht, sie bestätigte uns jetzt auf Anfrage, dass er angezeigt worden war.

Der 31 Jährige, der bei der Attacke verletzt worden war, berichtete unserer Redaktion von dem Übergriff, nachdem er auf Rundblick die anderen Überfallberichte gelesen hatte.

„Der Vorfall ereignete sich nach dem Besuch des Ollen Kotten am frühen Sonntagmorgen“, schildert der Unnaer, der in jener Nacht mit einem gleichaltrigen Bekannten unterwegs war. „Auf dem Weg zum Bahnhof tauchten unvermittelt drei Personen im Bereich Ostring-Bahnhofstraße hinter uns auf. Sie attackierten uns unvermittelt.“

Der 31 Jährige stürzte. Dabei erlitt er eine schmerzhafte Blessur an der Hand (Anbruch des Kahnbeins), begab sich am Folgetag zur Behandlung ins Krankenhaus.

Dass von dem Überfall nirgendwo etwas zu lesen war, verwundert den Betroffenen etwas. „Wir haben Anzeige aufgeben, noch in der Nacht. Zwei Streifenwagen kamen auch raus. Am Montag habe ich dann auf der Polizeidienststelle in Unna das Attest vom Arzt nachgereicht, weil es somit eine Körperverletzung war.“ Der Vorfall konnte daher nicht als „normale Rangelei abgetan“ werden, so das Opfer.

Die Beschreibung des gewalttätigen Trios – ca. 18-20 Jahre, dunkel gekleidet, deutschsprachig und vom Gesamteindruck her Deutsche – deckt sich denn auch mit dem, was Polizeisprecherin Vera Howanietz über den Vorgang im Polizeicomputer fand.

„Das war am 18.02. um 1.20 Uhr“, bestätigt sie. „Zwei Männer wurden auf dem Weg von einer Gaststätte in Richtung Bahnhof im Bereich Ostring von drei jungen Männern, die sich zu ihnen gesellt haben sollen, plötzlich geschlagen und getreten.“

Einer der überfallen Männer sei unverletzt geblieben, aber seine Brille wurde beschädigt. Der andere hätte über Schmerzen am Auge geklagt, aber keine ärztliche Behandlung benötigt.

Die Täter, entnimmt Howanietz ihren Aufzeichnungen, wurden als 16 bis 20 Jahre alt, 170 bis 180 cm groß und als Deutsche beschrieben. Sie hätten blaue Jeanshosen, dunkle Jacken und Kapuzen getragen. „Die Geschädigten würden die Täter nicht wiedererkennen“, zitiert die Polizeisprecherin weiter aus dem niedergelegten Vorgang. „Hinweise auf weitere Personen, die möglicherweise Zeugen sein könnten, liegen nicht vor.“

Zur Frage, wieso dieser Überfall im Gegensatz zu den drei darauf folgenden nicht öffentlich gemacht wurde, schrieb uns Vera Howanietz:

„Unsere Pressemeldungen sind kein Abbild aller angezeigten Sachverhalte, besondere Gründe liegen im Vergleich der von Ihnen angeführten Taten nicht vor.“

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