Verwirrung um angekündigte Kita-Plätze: Eltern auf heißen Kohlen

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Symbolbild / Pixabay
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Die Not an Kitaplätzen in Unna brennt: Junge Eltern sitzen auf heißen Kohlen. Jetzt hat die im Jugendhilfeausschuss beschlossene Aufstockung um 63 zusätzliche Plätze – in Hemmerde, Billermich und Unna-Süd – zusätzliche Verwirrung gestiftet.
Denn mehrere Mütter berichteten uns, dass die Kita-Leitungen vor Ort diese Informationen (noch) gar nicht bekommen haben.
„Wir Billmericher waren schon vorstellig beim Bürgermeister. Wir werden immer wieder vertröstet“, kritisiert eine Mutter aus dem südlichen Stadtteil.
Besuch beim Bürgermeister in Sachen Kita-Plätze. Den Eltern brennt das Thema auf den Nägeln. (Foto: Privat)
Stadtsprecherin Katja Sahmel teilte uns nach Rücksprache mit dem Jugendamt am Freitag folgenden Sachstand mit:
„Die Stadt bemüht sich seit Jahren intensiv, den ständig steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen sicherzustellen. So gab es auch zum Beispiel mit der Evangelischen Kirche als Träger der beiden Einrichtungen in Billmerich und Hemmerde und dem Landesjugendamt seit längerem konstruktive Gespräche darüber, weitere Plätze einzurichten.
Darüber sind auch die jeweiligen Leitungen informiert. Das Ganze ist noch nicht vertraglich unter Dach und Fach, aber auf einem sehr guten Weg.
Zur Info: Die finanzielle Förderung von Kindertageseinrichtungen wird in Form von Pauschalen für jedes in einer Kindertageseinrichtung aufgenommene Kind (Kindpauschalen) gezahlt (§ 19 KiBiz). Wir sind daher verpflichtet, dem Land bis zum 15. März jeden Jahres die Anzahl der Plätze für das folgende Kindergartenjahr anzumelden (siehe Vorlage 1144/18).
Würden wir später feststellen, dass wir irgendwo noch zusätzliche Plätze unterbringen können, könnte das bedeuten, dass es keine Landesförderung für das Kindergartenjahr gäbe und damit die Finanzierung der Plätze/Gruppen nicht sichergestellt wäre.
Daher mussten diese Plätze zu diesem Zeitpunkt angemeldet werden, auch wenn sie vertraglich noch nicht abgesichert sind.“
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