Räuberischer Diebstahl bei Müller: 18Jähriger flog zuvor aus Unterkunft

2
1161
Symbolbild (Pixabay)
Facebookrss

Mittwoch spätnachmittags zugegriffen und zugeschlagen, Donnerstagvormittag gefasst, Freitagmittag auf dem Weg in die JVA. Das hat mal reibungslos geklappt.

Der 18-jährige Somalier, der nach einem räuberischen Diebstahl in der Drogerie Müller auf der Bahnhofstraße am Mittwochabend (21. 3.) eine filmreife Flucht hinlegte und am folgenden Vormittag auf der Kamener Straße/Höhe HEM-Tankstelle in Königsborn gefasst wurde, ist bis auf Weiteres aus dem Verkehr gezogen worden.

Auf der Kamener Straße in Höhe der HEM-Tankstelle wurde der 18 Jährige am Donnerstag gegen 10 Uhr gefasst. (Archivbild RBU)

Wie uns der Pressechef der Kreispolizeibehörde, Thomas Röwekamp, am Freitagmittag mitteilte, befindet sich der gewaltbereite junge Afrikaner auf dem Weg in eine Justizvollzugsanstalt. In eine JVA „weiter weg“ von Unna, ergänzte Röwekamp.

Das Zusammenspiel zwischen hellwachen Zeugen, fixem Polizeizugriff und konsequenter Staatsanwaltschaft hat in diesem Fall beispielhaft funktioniert.

Dass der Haftrichter auf Untersuchungshaft entschied, lag hauptsächlich daran, dass der junge Asylbewerber keinen festen Wohnsitz vorweisen konnte. Den hatte er ursprünglich – und zwar in Unna, wo er in einer der vier städtischen Unterkünfte einquartiert war.

„Aufgrund schlechten Benehmens ist er dort jedoch rausgeflogen“, hat der Polizeisprecher recherchiert. „Danach galt er als wohnsitzlos.“

Ob ein Asylbewerber, der wegen schlechten Betragens aus seiner Unterkunft geworfen wird, trotzdem weiter Leistungen bezieht (entweder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder, nach Anerkennung des Antrags, durch Hartz IV), dazu musste Röwekamp passen. Bei der Stadt erreichten wir am Freitagmittag niemanden mehr (Wochenende), wir klären diese Frage zum Anfang der Woche.

Facebookrss