Hebamme aus Fröndenberg unterstützt Geburtsstation in Afrika

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Die Hebammen helfen, wo sie können - auch in Afrika!
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Hilfe für den sicheren Start ins Leben.

Im Oktober 2016 besuchte Anja Wulf, Hebamme aus Fröndenberg, mit der Evangelischen Gemeinde aus Frömern die Partnergemeinde Temeke in Dar es Salaam, Tansania.

Die Zustände in der Ambulanzstation im Statdteil Mtoni waren erschreckend. Werdende Mütter müssen zur Entbindung in ein weit entferntes Krankenhaus – riskant, denn viele besitzen kein Auto. Auch eine Entbindung zuhause ist gefährlich: Die hygienischen Bedingungen, Geburtsverletzungen, Komplikationen unter der Geburt und vieles mehr bedeuten Lebensgefahr für Mutter und Kind. 40-50 Frauen sterben pro Tag bei einer Geburt in Tansania, so die WHO.

Doch Anja Wulf hilft – gemeinsam mit Familienhebamme Michaela Pfeiffer, aus Wuppertal. Die beiden Frauen bauen ein Hilfsnetz in Dar es Salaam aus.

Die neuen Geräte werden getestet und erklärt. (Foto: A. Wulf)

Bereits im letzten Jahr sammelten sie zahlreiche Sachspenden in hiesigen Krankenhäusern: Babybetten, Medizinische Instrumente, OP-Tisch, Wärmelampen, Saugglocken-Gerät, CTG-Geräte für die Aufzeichnung der Herztöne, Beatmungsbeutel, Notfallkoffer, Wickelauflagen und vieles mehr. Über eine Tonne Material schickten sie nach Afrika. Der Rundblick berichtete.

Anja Wulf und Mitarbeitende des Mtoni Diaconical Centers sichten die Hilfslieferung für die Krankenstation in Mtoni, Dar Es Salaam.

Vor Ort unterstützten Anja Wulf und Michaela Pfeiffer die Hebammen, den Arzt und die Mitarbeiter der Ambulanzstation beim Ausladen, der Überprüfung und der Erprobung der Sachen. Im neu eingerichteten Kreißsaal können Frauen nun ihr Baby an einem ruhigen Ort unter medizinischen Bedingungen bekommen – das bedeutet in Afrika Überleben, Hoffnung und Zukunft.

Nun sollen die werdenden Mütter, von denen die meisten nicht krankenversichert sind, mit Spenden unterstützt werden. Zehn Euro kostete es umgerechnet für die Frauen, ihr Kind in Ruhe und Sicherheit zu gebären – zehn Euro, die jede selbst aufbringen muss, in Afrika ist dies viel Geld.

„Die Geburt als solches ist zwar kostenlos, die Frauen müssen jedoch alle Verbrauchsmaterialien – vom Handschuh bis zur Nabelklemme – selber mitbringen. Wir hatten deshalb die Idee, kleine „Geburtspäckchen“ für die werdenden Mütter zu packen“, erläutert Anja Wulf.

Hebamme Anja Wulf bei der Untersuchung. (Foto: A. Wulf)

Wer helfen möchte und den Kindern einen sicheren Start ins Leben ermöglichen möchte, kann unter dem Verwendungszweck „Geburt im Mtoni Diaconical Health Center“ 10,00 Euro oder mehr an das Spendenkonto des Evangelischen Kirchenkreises Unna, DE53 4435 0060 0000 0216 59 bei der Sparkasse Unna überweisen.

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