Festnahmen nach erneuten Schlägereien auf Osterkirmes

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(Foto: Rundblick)
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„Was mit Worten nicht zu regeln war, sollten nun scheinbar die Fäuste klären.“ Zusammenfassung einer Dortmunder Polizeisprecherin zu erneuten Zwischenfällen auf der  Osterkirmes.

Am Dienstagabend zwei Schwerverletzte durch Messerstiche (Bericht HIER), am Mittwochabend der nächste gewalttätige Zusammenstoß, wieder zwischen (diesmal sehr) jungen Männern bzw. Jugendlichen. Die Osterkirmes im Fredenbaumpark , veranstaltet vom Schaustellerverein Rote Erde, hält die Dortmunder Polizei in Atem.

Sie meldet am heutigen Donnerstag drei weitere Festnahmen.

Gegen 18.45 Uhr am Mittwoch (4. 4.) wurde den Beamten – ähnlich wie am Vorabend – wieder eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten gemeldet. Vor Ort trafen sie auf einen 18-Jährigen aus Duisburg. Dieser behauptete, von mehreren Personen geschlagen worden zu sein, dabei erlitt er leichte Verletzungen.

„Vorausgegangen war dem Ganzen offenbar ein über mehrere Tage andauernder Streit mit einem 17-jährigen Dortmunder“,  schildert Polizeisprecherin Dana Seketa in ihrer Mitteilung. Und sie fügt hinzu:

„Was mit Worten nicht zu regeln war, sollten nun scheinbar die Fäuste klären.“

Der 17-Jährige tat sich, Zeugen zufolge, als Hauptakteur hervor.

Und auch an einem Fahrgeschäft in der Nähe stellten die Beamten eine Auseinandersetzung unter Jugendlichen fest. „Welche Hintergründe hier zugrunde liegen, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen“, so Dana Seketa.

Einen 15- und 16-jährigen Dortmunder sowie einen 17-jährigen Duisburger zogen die Beamten vor Ort zur Rechenschaft: Sie wurden in Gewahrsam genommen und konnten später von ihren Familienangehörigen abgeholt werden. Und auch gegen den 17-jährigen Dortmunder richten sich ein Strafverfahren sowie die weiteren Ermittlungen.

Wie Polizeisprecher Sven Schönberg am Abend im Gespräch mit unserer Redaktion unterstrich, habe es auf der Osterkirmes immer einige Schlägereien gegeben, das sei für sich betrachtet nichts Auffälliges.  Nach der Messerstecherei am Vorabend jedoch mit zwei Schwerverletzten sei der Polizei jedoch daran gelegen, auch über den weiteren Verlauf der Kirmes transparent zu berichten.

Schönberg sagte uns auf Nachfrage, dass in diese neuerlichen Auseinandersetzungen keine Asylbewerber (wie am Vorabend) verwickelt waren. Die Beteiligten an diesem Streit am gestrigen Mittwoch waren türkische, deutsche und irakische Heranwachsende mit festen Wohnsitzen in Dortmund bzw. Duisburg.

Für die weiteren Tage wird die Dortmunder Polizei ihre Präsenz auf der Osterkirmes verstärken und ihren Fokus auf die Geschehnisse vor Ort richten. „Da dies eine private Veranstaltung des Schaustellervereins ist, muss dieser in erster Linie  selbst für die Sicherheit sorgen“, machte Sven Schönberg gegenüber Rundblick die Verantwortlichkeiten klar. Doch die Polizei werde an den restlichen Kirmesabenden ihr besonderes Augenmerk auf das Veranstaltungsgelände richten.

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4 KOMMENTARE

    • Dagobert, ist das eigentlich zwanghaft bei Ihnen, bei jeder Meldung, in der die Polizei Dortmund vorkommt, sogleich reflexhaft auf selbige einzudreschen? Wo lesen Sie in vorliegendem Bericht auch nur einen Hauch von Erleichterung bei dem Polizeisprecher darüber heraus, dass es sich diesmal nicht um Asylbewerber handelt? Herr Schönberg hat uns auf unsere Nachfrage nach den Beteiligten absolut sachlich, professionell, freundlich und wertungsfrei ! Antwort gegeben. Und – nichts weiter. Bleiben Sie mal auf dem Teppich. Guten Gruß an diesem sonnigen Tag!

      • Ich „dresche“, weil insbesondere die Polizei Dortmund über viele Jahre wiederholt und vorsätzlich gelogen hat. Es wurden trotz Nachfrage Straftaten vertuscht und Informationen verfälscht. Die Polizeistatistiken von Herrn Lange(SPD) waren keine Statistiken mehr, sondern Propaganda.
        Vielleicht hat mein „Gedresche“ ja etwas bewirkt, wenn aktuell die Kooperationsbereitschaft zugenommen hat. Jetzt muss das verlorene Vertrauen neu erarbeitet werden.

        Auch von mir einen schönen nach-sonnigen Abend noch. 🙂