Mehr Ausländer im Kreis Unna – und mehr Abschiebungen

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Die Zentrale Ausländerbehörde ist vor Kurzem vom Kreishaus an die Zechenstraße gezogen.
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Die Zahl der ausländischen Mitbürger im Kreis ist 2017 angestiegen – die Ausländerbehörde meldet zugleich mehr Abschiebungen.
In ihrer Jahresbilanz zählte die Behörde zum Stichtag 31. 12. 2017 insgesamt 31.503 Nichtdeutsche aus 147 Herkunftsländern im Kreis Unna. Erfasst sind damit 8 Städte und Gemeinden, nicht die beiden größten Städte Lünen und Unna, die eine eigene Ausländerbehörde haben.
31.503 Ausländer sind knapp 1.200 mehr als 2016. Die Herkunftsländer sind identisch geblieben:
1. Türkei (8.420 Personen), 2. Polen (3.024), 3. Syrien (2.318), 4. Westbalkanländer (2.205), 5. Italien (1.642).
 

Mehr Besuchskontakte

Einen starken Anstieg gibt es bei den Fällen, in denen Ausländer Besucher aus dem Heimatland zu sich einladen möchten: Die Zahl hat sich binnen 5 Jahren verdoppelt (2017: 45.611 Kontakte, 2013: 22.740).

 Mehr Aufenthaltstitel

Wer nach Deutschland ziehen möchte oder neu zugezogen ist und nicht aus der EU oder dem Europäischen Wirtschaftsraum kommt, benötigt einen Aufenthaltstitel. Die Ausländerbehörde stellte 2017 insgesamt 5.865 aus. 4.789 waren befristet, 1.076 unbefristet. Zum Vergleich: 2016 waren es insgesamt 4.676 Aufenthaltstitel.

 Mehr Ausreisen und Abschiebungen

„Wer keinen gültigen Aufenthaltstitel hat, muss ausreisen“, stellt die Ausländerbehörde den simplen rechtlichen Fakt fest. Aus dem Kreis Unna reisten im vorigen Jahr 355 Menschen  aus – die meisten freiwillig (269), in 86 Fällen handelt es sich um Abschiebungen (2016: 46). Hauptrückkehrländer waren Albanien (31 Personen), Serbien (13) und Kosovo (3) gefolgt von Marokko (6).

 Mehr Einbürgerungen

Einbürgerungsfeier im Februar 2018 im Kreishaus Unna. (Archivbild / Kreis Unna)
Wer sich seit mindestens 8 Jahren rechtmäßig in Deutschland aufhält, seinen Lebensunterhalt selbst sichern kann, ausreichend Deutsch spricht und straffrei geblieben ist, kann in der Regel eingebürgert werden. 2017 haben sich 235 Personen entschieden, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen (2016: 199).
Die Top 5-Herkunftsländer: 1. Türkei (59 Personen), 2. Polen (21), 3. Großbritannien (19), 4. Bosnien Herzegowina (11), 5. Kosovo (9).

http://www.presse-service.de/data.aspx/medien/186772P.pdf

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