Handyraub eskaliert in Tumult inkl. Zimmermannshammer – Angreifer „parkt“ Kleinkind auf dem Gehweg

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Symbolbild (Archiv RBU)
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Ein Handyraub artete in einen Tumult mit einer wütenden Menge aus, die Gegenstände auf einen Festgenommen schleuderte und Polizisten bedrohte. Ein Mann wollte einen Zimmermannshammer zum Einsatz bringen, ein anderer griff wütend einen Tatverdächtigen an – während sein 3 jähriges Töchterchen  im verbotswidrig auf dem Gehweg geparkten Auto saß.

Illustre Szenen spielten sich am frühen heutigen Mittag (19. April) in der Dortmunder Nordstadt ab, Ecke Bornstraße / Schleswiger Straße. Ingesamt 5 Männer wurden, zum Teil vorläufig, festgenommen: Zwei sollen ein Handy geraubt haben, „die anderen drei wollten einen ihrer Kumpel nach dessen Hilfeanruf tatkräftig unterstützen. Sie stehen im Verdacht einer versuchten gefährlichen Körperverletzung“,  berichtet Polizeisprecherin Cornelia Weigandt, mit der wir am Abend noch über den Vorfall Rücksprache hielten.

Als Einsatzgrund wurden gegen 11.40 Uhr per Notruf eine größere Anzahl von Personen und eine Körperverletzung gemeldet. An der  Mallinckrodt-/ Ecke Schleswiger Straße, stellten die Polizeibeamten „eine emotionalisierte, heftig gestikulierende Menge Schaulustiger fest“, so Weigandt.

Den Hinweisen folgend fuhren die Beamten weiter und trafen im Kreuzungsbereich Schleswiger Straße / Bornstraße auf einen im Gesicht verletzten, rennenden Mann (31). Dieser gab an, Opfer eines Raubes geworden zu sein. Direkt vor ihm her rannten die beiden Tatverdächtigen.

„Stehenbleiben!“, riefen die Polizisten, das Duo stellte sich taub. Also hinterher. Beide jungen Männer (18, 19) waren kurz darauf geschnappt. In der Hosentasche des 18-Jährigen fanden die Polizeibeamten das geraubte Handy, stellten es sicher.

Zu den schaulustigen Passanten, die der Festnahme interessiert beiwohnten, gesellten sich plötzlich nacheinander drei weitere Männer hinzu. Diese hatte das Opfer des Handyraubs – wie die Ermittlungen später ergeben sollten –  zur Unterstützung herbeigerufen.

Der 18-jährige Handyräuber wurde aus der Menge angebrüllt und mit verschiedenen Gegenständen beworfen. „Auch die Polizeibeamten blieben von drohenden Körperhaltungen und aggressiven Tonfällen nicht verschont“, beschreibt Cornelia Weigandt die sich immer weiter aufheizende Stimmung –  Unterstützungskräfte wurden also angefordert und trafen kurz darauf ein.

Dann trat ein 25 Jähriger auf den Plan, der sich mit einem Zimmermannshammer bewaffnet hatte. Erst unter Androhung von Reizstoff  ließ er von seinem Vorhaben ab, den Hammer zu schwingen,  und wurde vorläufig festgenommen.

Ein zweiter Unterstützer des Opfers (32) tauchte urplötzlich mit seinem Auto am Einsatzort auf, parkte komplett verkehrswidrig mitten auf dem Gehweg und brüllte den mutmaßlichen Handyräuber an.  Den Polizeibeamten gelang es, den aggressiven Zeitgenossen auf Abstand zu halten, zu seinem Auto zurück zu dirigieren und dort zu halten.

„Dort allerdings trauten sie ihren Augen nicht: Im Auto saß ein ca. 3-jähriges Kleinkind“, beschreibt die Polizeisprecherin, was in diesem Moment in ihren Kollegen vorging.

Das kleine Mädchen sei seine Tochter, gab der wütende 32 Jährige an. In der Anwesenheit der Kleinen kühlte er so weit herunter, dass er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen weiterfahren durfte. „Laut einem Zeugen soll er jedoch zwischenzeitlich mit einer Metallstange bewaffnet gewesen sein“, merkt Cornelia Weigandt an..

Ein dritter renitenter Unterstützer (27) ignorierte die Weisungen der Polizei und widersetzte sich so unflätig und wild, dass ihn Polizeibeamte in Gewahrsam nahmen.

Ende vom Lied: Die jungen Männer, die ganz offensichtlich das Handy geraubt hatten, wurden zum zentralen Polizeigewahrsam transportiert. Der 32-jährige Vater mit seiner Tochter wurde vor Ort entlassen.

„Die beiden anderen „Best-Buddies“ wurden in einer Polizeiwache vernommen. Weil sie anschließend immer noch sehr aufgebracht waren, durften sie dort bis zu ihrer Entemotionalisierung verweilen“, schließt die Polizeisprecherin diesen denkwürdigen Bericht. Die Wortschöpfung „Entemotionalisierung“ stamme übrigens original aus dem Einsatzbericht der Kollegen, bemerkte sie beim abendlichen Telefonat mit der Rundblick-Redaktion.

Cornelia Weigandt sortierte die Beteiligten auf unsere Bitte final nach Nationalitäten:

  • Emotionalisierte Menge zu Beginn des Einsatzes: gemischt, schwerpunktmäßig Osteuropäer
  • 31 jähriges Raubopfer: gebürtiger Dortmunder
  • 18 jähriger Raubverdächtiger: Syrer
  • 19 jähriger Raubverdächtiger: Syrer
  • 25 Jähriger mit Zimmermannshammer: Deutsch-Marokkaner
  • 32 jähriger aggressiver Vater mit Kleinkind im Wagen: Dortmunder mit mazedonischen Wurzeln
  • 27 Jähriger, der sich aggressiv der Polizei widersetzte: Mazedonier.

 

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3 KOMMENTARE

  1. Nette Geschichte. Vielleicht sollte sich die Redaktion doch dazu entschließen zukünftig Krimis zu verlegen. Denn diese Geschichte kann doch so nicht wahr sein. Wie ich die letzte Polizeistatistik aus der Dortmunder Nordstadt in Erinnerung habe ist es doch dort richtig idyllisch, Vorfälle finden auf Grund der verstärkten Polizei Präsenz nicht mehr statt. Überfälle und Übergriffe gehören der Vergangenheit an. Probleme mit den Ausländern sind nur von einem bestimmten Personenkreis herbeigeredet, Einbrüche sehr selten geworden so die Ausführungen zu der Statistik. Und nun berichtet Rundblick fast täglich aus der Dortmunder Nordstadt. Ist das der Auftakt zur neuen Krimireihe analog Eifel- Spreewaldkrime etc.?

  2. […] Handyraub eskaliert in Tumult inkl. Zimmermannshammer – Angreifer „parkt“ Kleinkind auf dem Ge… ( Ein Hammer an dem Artikel ist die ganz gezielte Austellung der Beteiligten am Ende nach Nationalität bzw. Herkunft! Stellt sich bei vielen Einzelfällen der letzten Monate und Jahre nicht die Frage, warum die einen Medien nennen wer die Täter waren bzw. wo die herkommen und die anderen nicht???? ) […]