Schlaglochpisten ohne Ende – Kamener SPD hat´s satt: Protestaktion gegen Land NRW

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Symbolbild (Pixabay)
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Das ist ein Novum. Eine städtische Partei startet eine Protestaktion gegen eine Landesbehörde.

Die Partei ist die Kamener SPD und die Behörde der Landesbetrieb Straßen.NRW. Also di das Land.

Gegenstand des Protests sind die verkommenen und immer mehr verkommenden Straßen im Stadtgebiet. Von Bodenwillen durchfurcht, von Schlaglöchern übersät. Den Genossen reicht es.

In einer gemeinsamen Protestnote machen SPD-Stadtverband und  Ratsfraktion Kamen ihren Ärger über die Arbeit des Landesbetriebs Straßen NRW öffentlich.

 „Der schlechte Zustand einiger Kreis-, Landes- und Bundesstraßen auf Kamener Stadtgebiet beschäftigt uns zum Teil bereits seit Jahren. Immer noch stehen Termine zur Sanierung dieser wichtigen Verkehrsadern unserer Stadt aus“, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Pressemitteilung.

Erfreulich immerhin: der besonders schwer getroffene Nordring geht in diesem Jahr in die Erneuerung. Angekündigt sei, dort spätestens im Herbst anzufangen.

„Jedoch haben die ständigen Anfragen und Bitten im Bezug auf die Sanierung der Dortmunder Allee bis heute noch keinerlei Termin zu Tage gefördert“, kritisieren die Sozialdemokraten. „Auch dort warten wir bereits seit Jahren auf Hilfe. Die Fahrbahndecke ist voller Schlaglöcher und Bodenwellen, deren daraus resultierender Fahrzeuglärm bis weit in die Siedlungen schallt. Auch dort kann man die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Km/h bereits förmlich sehen.“

Der Lange Kamp in Methler und die Hochstraße seien  weitere Beispiele,  in dem Stadtverwaltung und Politik ständigen Kontakt zu den Behörden hielten.

„Während die städtischen Straßen nach und nach mit neuen Straßendecken versehen werden, hat man den Eindruck, dass unsere Hauptverkehrsadern, immer mehr aus dem Blickfeld des zuständigen Landesbetriebs verschwinden.“

 Kreuzung Dortmunder Allee/Unnaer Straße:

Diese Marathonsanierung, beschwert sich die SPD, hätte dank permanenter Staus und ständigen Bauzeitverlängerungen sämtliches Verständnis restlos aufgefressen.

„Wenn eine einfache Ampelkreuzung so viel Zeit benötigt, muss man verlangen können, dass dort sämtliche personelle Ressourcen zum Einsatz kommen. Im Weiteren kann man von der Baufirma oder der Behörde (Straßen.NRW) erwarten, dass sie Anwohner und insbesondere Gewerbetreibende rechtzeitig über die Sperrung der Unnaer Straße informiert. Die Information an einem Samstag in den Medien für den darauffolgenden Montag ist eindeutig zu kurzfristig und löst Fassungslosigkeit über die Informationspolitik von Straßen.NRW nicht nur bei uns, sondern bei allen betroffenen Bürgern sowie Unternehmern aus. Es grenzt schon an Gleichgültigkeit, wie der Landesbetrieb mit der Öffentlichkeit umgeht.“

Zusammenfassend stellt die Kamener SPD fest, „dass der Zustand der wichtigsten Straßen unserer Stadt sich massiv verschlechtert. Die vorweg genannten Straßen sind nur ein Beispiel für viele weitere. Die Jahre der Anfragen und Bitten haben eher deprimierende Ergebnisse hinterlassen.

Es ist an der Zeit, dass wir Bürger ein deutliches Zeichen nach außen setzen. Wir sind eine Stadt mit über 40.000 Einwohnern und werden nicht zulassen, dass man uns ignoriert.“

Der SPD-Stadtverband will zeitnah der NRW-Landesregierung ein Forderungspapier zur Straßensanierung überreichen. Um die nötige Wichtigkeit der Forderung aufzuzeigen und den geschlossenen Willen der Kamener Bevölkerung nach außen zu tragen, bittet die Kamener SPD alle Bürger, sich ab dem 01.05.2018 an einer Unterschriftenaktion zu beteiligen.

Die Listen werden in möglichst vielen Einzelhandelsgeschäften ausgelegt und  während des Bürgermeisterwahlkampfes auch an den Infoständen der Kamener SPD zu finden sein.

„Wir haben lange genug gewartet und Verständnis gezeigt. Es ist an der Zeit geschlossen aufzutreten und ein Zeichen an Bund, Land und Kreis zu senden.“

Unterzeichner: Denis Aschhoff,  Daniel Heidler – Vorsitzender, Fraktionsvorsitzender

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1 KOMMENTAR

  1. Nette Aktion. Allerdings hätte man den Sauerstoff der bei der „Protestnote“ verbraucht wurde sinnvoller vernichten können. Wenn uns täglich unsere Behörden vorführen wie qualifiziert die Mitarbeiter sind und agieren ist Landesbetrieb Straßen.NRW der absolute Top Performer. Als Beispiel nur die Ampelanlagen B1 bei den Stadtwerken und auf der Wilhelmshöhe. Letztere sollte die Kreuzung entschärfen und Unfälle vermeiden. Wie die Wirklichkeit aussieht habe wir kürzlich gesehen, gefühlt sind schwere Unfälle dort häufiger als vor der Inbetriebnahme der Ampel. Mit Vehemenz wurde dort ebenso wie bei den Stadtwerken wo die „intelligente Ampel“ für Rückstaus bis Lünern im Berufsverkehr sorgt, andererseits bei null Verkehr diesen auf der B1 ausbremst was zu erhöhten Verbräuchen und vermehrten Schadstoffen führt, ein Kreisverkehr der von allen die die Verkehrssituation beurteilen können gefordert wurde, abgelehnt. Die Umsetzung bei den beiden Ampelanlagen statt Kreisverkehr lassen Vermutungen zu die ich lieber nicht niederschreiben werde. Also in dem Sinne an die SPD Kamen: seid voller Hoffnung und an die Stadt Unna: sorgt dafür dass erstmals die Straßen dort Schlaglochfrei werden. Im Kreis und in NRW bin ich nicht überall unterwegs aber eins weiß ich, die Stadt Unna ist bezüglich Schlaglochpisten auf Stadtstraßen ganz, ganz weit vorn dabei.,