IHK-Wirtschaftsgespräch in Unna: Zu wenig Azubis – zu wenig Ausbildungsplätze! 5 Punkte gegen Fahrverbote

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(v. l.): Bürgermeister Kolter, IHK-Geschäftsführer Michael Ifland, Geschäftsführer der K&K Networks / IHK-Vizepräsident Andreas Tracz, Wirtschaftsförderer Martin Bick, IHK-Hauptgeschäftsführer Schreiber. Foto: IHK / Schütze
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Die Azubis schwinden – aber gleichzeitg schwinden die Ausbildungsplätze. Das darf so nicht weitergehen, warnt die IHK.

Ausbildung

Beim Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dortmund am Dienstag (24.4.) in Unna betonte  Vizepräsident Andreas Tracz (K&K Networks Unna) den unverminderen Wert der dualen Berufsausbildung. Leider schwinde ihr Ansehen in den Augen vieler Jugendlicher und ihrer Eltern – „… aber das Beste muss nicht zwangsläufig das Abitur und ein Studium bedeuten“, unterstrich Tracz. 

Mit Bedauern merkte der IT-Geschäftsführer an (selbst FDP), dass die CDU-FDP-geführte NRW-Regierung Projekte wie „Ausbildungsbotschafter“ und „Starthelfer“ nicht mehr verlängern wollte. Obwohl im Koalitionsvertrag stehe: Stärkung der dualen Ausbildung. Durch den Einsatz der IHK habe eine Perspektive für beide Projekte über 2018 hinaus erarbeitet werden können.

Azubis sind Mangelware – es gibt aber auch zu wenig Ausbildungsplätze, zumindest rechnerisch, stellte Tracz fest. Mehr Ausbildungsverträge seien immerhin wieder in der Stadt Unna gemeldet worden. Doch die Untenehmer seien in der Pflicht.

Mobilität und Verkehr

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber  erläuterte er den 5-Punkte-Plan der IHK zur Vermeidung von Fahrverboten:

  • ÖPNV stärken mit Hilfe von Azubi-Tickets und einer verbesserten Anbindung in Gewerbegebieten;
  • Güterverkehre in die Innenstädte verbessern durch emissionsfreie Zustellungen und innenstadtnahe Logistikimmobilien;
  • Personen-Wirtschaftsverkehr optimieren mit Hilfe von Initiativen wie Mobil.Pro.Fit und Lehrgänge für Mobilitätsmanager;
  • Verkehrsfluss durch stadtverträgliche Lkw-Vorrangrouten optimieren; alternative Antriebe voranbringen durch die Förderung der Ladeinfrastruktur und von CargoBike-Aktivitäten.
 
Martin Bick, Wirtschaftsförderer der Stadt Unna, erläuterte außerdem „zukunftsfähige und ganzheitliche Verkehrskonzepte für die Stadt“. Wie er sich diese vorstellt, wird in der Pressemitteilung der IHK leider nicht erwähnt.
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2 KOMMENTARE

  1. Nicht allein die Anzahl der Azubis ist Mangelware sondern in erster Linie die Qualifikation der Bewerber. Wer nach Abschluss der Schule gerade Mal seinen Namen schreiben kann ist eben nicht geeignet zur Ausbildung. Es ist abenteuerlich wie manche Bewerbung aussieht. Trotzdem leisten sich große Unternehmen den Luxus die Bewerber auf eigene Kosten weiter zu bilden. Somit bleiben aber kleinere Unternehmen auf der Strecke. Ist halt das Ergebnis verfehlter Schulpolitik. Alle anderen die die Kurve gekriegt haben, letztlich mit Unterstützung des Elternhauses, streben ein Studium an. Aber wir haben ja reichlich bestens ausgebildeten und qualifizierten Nachwuchs in der Pipeline. (So meint zumindest unsere Mutti)

  2. Zitat: Martin Bick, Wirtschaftsförderer der Stadt Unna, erläuterte außerdem „zukunftsfähige und ganzheitliche Verkehrskonzepte für die Stadt“. Wie er sich diese vorstellt, wird in der Pressemitteilung der IHK leider nicht erwähnt.
    Kann er auch nicht weile er nicht weiß wie er das umsetzen und bezahlen soll. 75% der Unnaer Straßen befinden sich in einem desolaten Zustand. Die Schlaglochpisten werden abgesichert durch Tempo30 Reduzierung. Allein um den Investitionsstau auszugleichen braucht die Stadt voraussichtlich 10 Jahre. Des Weiteren gibt es eher Verkehrsbehinderung wie die Ampelsteuerung auf der B1 und anderswo. Sie sind weniger zukunftsfähig aber da kann dann auch Herr Blick nur bedingt etwas erreichen denn dafür ist oft die Lachnummer „Strassen NRW“ zuständig. Na dann Herr Blick fangen sie mal an zu arbeiten.