Raser im BMW 96 km/h zu schnell – Daimlerfahrer muss vor Ort Ausstände an Stadtkasse zahlen

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Nächtliche Schwerpunktkontrollen an den einschlägigen Raserstrecken in Dortmund. (Archivbild: Polizei DO)
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Öfter mal Varianten in den regelmäßigen Raser- und Tuner-Bilanzen der Dortmunder Polizei. Hier fuhr mal zur Abwechslung ein 24jähriger Daimlerfahrer der Stadtkasse buchstäblich in die Arme…

In der Nacht auf Samstag, 28.04.2018, gab es in Unnas großer Nachbarstadt einen weiteren Schwerpunkteinsatz gegen Raser sowie illegales Tuning.

Die Einsatzkräfte registrierten ein „reges,  ,szenetypisches´ Fahrzeugaufkommen, das während der Kontrollen jedoch stark abnahm“, fasst Polizeisprecher Kim Freigang die offenbar durchaus abschreckende Wirkung der Kontrollposten zusammen.

Die Bilanz der Nacht:

  • Der Spitzenraser, ein 25 Jähriger im BMW, rauschte bei erlaubten 70 km/h mit sagenhaften 166 Sachen in die Geschwindigkeitskontrolle auf der Brackeler Straße.
  • Dort tummelten sich insgesamt die meisten Temposünder: Ein anderer BMW-Fahrer (30) wurde stadtauswärts bei erlaubten 100 km/h mit 155 km/h gemessen.
  • Dank enger Zusammenarbeit mit der Stadtkasse Dortmund fiel bei einer Kontrolle eines 24jährigen Daimlerfahrers auf, dass gegen ihn „öffentlich rechtliche Rückstände“ in gesalzener Höhe bestanden: 2800 Euro musste er zahlen. Die Stadtkasse vollstreckte an Ort und Stelle. Da obendrein die Reifen des Daimlers erschreckend abgefahren waren, musste der junge Mann zu Fuß heimgehen und kann nun noch obendrein mit einem Bußgeld rechnen. Auch gegen den 22jährigen Beifahrer in einem VW Passat flogen Zahlungsrückstände auf – hier aber „lediglich“ 420 Euro.

Alle erwähnten jungen Männer wohnen in Dortmund.

  • Bei 13 Fahrzeugen wurden technische Mängel festgestellt, die eine Untersuchung durch einen Sachverständigen zur Erstellung eines Gutachtens nach sich zogen.
  • Zwei dieser Wagen wurden sichergestellt, „da die Manipulationen zu zahlreich und technisch kompliziert verbaut waren“, so Freigang.
  • Und zwei weitere Fahrzeuge wurden, da verkehrsunsicher, vor Ort entsiegelt, sprich stillgelegt.

 

Kontrolliert wurden 162 Personen und 133 Fahrzeuge. Temposünder bekamen 31 Anzeigen und 102 Knöllchen, Tuner 24 Anzeigen. 10 Fahrer mussten ihren Weg zu Fuß oder im Taxi fortsetzen. Hinzu kamen zwei Anzeigen wegen dringenden Tatverdachts auf Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz bzw. die Abgabenordnung. Und final sollen noch die 41 Verwarnungsgelder und 23 Owi-Anzeigen wegen sonstiger Verstöße erwähnt werden – Handy am Steuer, nicht angegurtet u. ä.

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