Mit Bravour bestanden: Zwölf neue Atemschutzgeräteträger für Feuerwehren im Kreis

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Die Lehrgangsteilnehmer AGT 2018/1 am Gerätehaus Werne Mitte (Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne)
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Kriechen, klettern, robben.

Klingt ein wenig nach Turnkurs – gehört aber zur Ausbildung von Feuerwehrleuten: Zwei anstrengende Wochenenden liegen hinter den jungen Feuerwehrmännern aus Holzwickede, Bergkamen, Selm und Werne.

Die Nachwuchsretter ließen sich zu „Atemschutzgeräteträgern“ ausbilden, um zukünftig ihre Wehren bei Brandeinsätzen verstärken zu können. Am Samstag (05. Mai) fand die theoretische Prüfung statt, am Sonntag folgte der praktische Teil. 12 von 14 bestanden mit Bravour und erhielten ihre Urkunden vom Lehrgangsleiter und Brandoberinspektor Sascha Haverkamp.

Nach den ersten beiden Modulen der Grundausbildung lernten die jungen Feuerwehrmänner an insgesamt vier Tagen theoretische Lektionen über menschliche Physiologie, Rechtskunde, Atemgifte, Geräte, Masken und die wesentlichen Einsatzgrundsätze. Darauf folgten dann die Übungen unter „schwerem Atemschutz“: Mit ca. 23 Kilogramm Ausrüstung müssen dabei diverse Fitnesstests, z.B. auf dem Laufband und an der Endlosleiter, absolviert werden, erklärt Brandoberinspektor Dr. Bodo Bernsdorf in seiner Mitteilung.

Danach ging es in den sog. Vorheizraum, dem sich ein Käfig-Labyrinth anschließt. Kriechen, klettern, robben – und das alles bei Dunkelheit mit Blitzeffekten, Rufen und Schreien, die die Situation an einem Brandort simulieren. Belastbarkeit und Teamfähigkeit sind in diesem Parcours gefragt, an dessen Ende ein 80-Kilogramm schwerer Dummy gerettet werden muss.

Nach bestandener Prüfung gratulierte Stadtbrandinspektor Jörg Mehringskötter den jungen Feuerwehrmännern und entließ sie ins kommende Feuerwehrleben.

Zwei konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, sie holen die Prüfung nach.

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