OB Sierau: „Nordstadt wird immer attraktiver für die Dortmunder!“

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„Die Nordstadt wird zu einem immer attraktiveren Ort für die Dortmunderinnen und Dortmunder!“

So ließ sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) kürzlich bei einem Besuch „ausgewählter Standorte“ (Zitat Pressemitteilung) im Norden seiner Stadt zitieren. Sierau unternahm diese Rundtour gemeinsam mit Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) und dem leitenden Oberstaatsanwalt Volker Schmerfeld-Tophof.

Zur Erinnerung: Vor ziemlich genau einem Jahr  verlor OB Sierau angesichts einer gar nicht so schmeichelhaften ZEIT-Reportage über die Nordstadt ein bisschen die Contenance:

„Libanesenjäger“: ZEIT-Artikel über Niedergang von DO-Nord ließ OB Sierau ausrasten

Umso positiver setzt der Oberbürgermeister seinen vielfach so verrufenen Stadtteil jetzt in Szene.

Dass der Norden faktisch immer attraktiver werde, hat für Sierau auch einen Grund: „Die Anstrengungen der Stadtverwaltung, der Polizei und der Staatsanwaltschaft greifen ineinander.“

Was gemacht wird:

  • Tägliche Ordnungsamtstreifen (bis zu 14 Mann) im Zwei-Schicht-Betrieb, montags bis samstags mindestens bis 21.30 Uhr, fr./sa. bis 23.30 Uhr. Ihre Aufgaben: gegen Ordnungsstörungen vorgehen, Ansprechpartner für die Bürger sein;
  • seit 2015 tägliche gemeinsame Streifen von Polizei und Ordnungsamt;
  • Überprüfung von „Problemimmobilien“ durchs Ordnungsamt als Schwerpunkt seit 2008;
  • seit 2016: Drei Staatsanwälte für Ermittlungen in der Nordstadt.

Wie es wirkt:

  • Straßenprostitution sinkt weiter;
  • weniger Alkoholkonsum im öffentlichen Raum;
  • „positive Veränderung etlicher Immobilen“ durch Grundsanierung, oft gepaart mit Eigentümerwechsel.

 

Kriminalität:

(Aufgrund der Ausführlichkeit dieses Passus geben wir ihn wörtlich zitiert aus der Polizeimeldung wieder.)

„Für die Dortmunder Polizei ist die Kriminalitätsbekämpfung in der Dortmunder Nordstadt seit mehreren Jahren ein behördenstrategischer Schwerpunkt. Das bedeutet, dass die Polizei tagtäglich mit einem hohen personellen und zeitlichen Aufwand daran arbeitet, die Lebenssituation der Nordstädter nachhaltig zu verbessern.

Deutlich wird das durch tägliche Präsenz und Kontrollmaßnahmen des eigens für die Nordstadt etablierten Schwerpunktdienstes Nord, regelmäßige Schwerpunkteinsätze unter Beteiligung von Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, sowie die Einrichtung von drei Ermittlungskommissionen mit direktem Nordstadtbezug (EK Tasche, EK Maghreb und EK Nordstadt), die in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft täterorientiert und somit sehr erfolgreich arbeiten.

Für die Polizei gilt eine niedrige Einschreitschwelle. In 2017 inklusive des ersten Quartals 2018, sind 617 Ingewahrsamnahmen, 136 Sicherstellungen/Beschlagnahmungen von Bargeld mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 129.019 Euro, 1208 Festnahmen erfolgt und die Polizei hat 37 Bereichsbetretungsverbote verfügt.

Die intensive polizeiliche Arbeit in der Nordstadt trägt Früchte: So konnte die Zahl der Gesamtkriminalität im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 11,9 Prozent gesenkt werden und lag bei 12.738 Delikten, mittlerweile ein stetiger Rückgang seit dem Jahr 2014 (17.441 Delikte).

Im Bereich der Gewaltkriminalität reduzierte sich die Zahl im Jahr 2017 um 9,5 Prozent auf 760 Taten, im Bereich der Straßenkriminalität um 26,8 Prozent auf 2.990 Taten.

Und auch die Zahl der Raubstraftaten sinkt seit Jahren kontinuierlich: So hat sich deren Anzahl im Jahr 2017 mit 160 gegenüber dem Jahr 2013 gar mehr als halbiert. Damals waren es noch 340 Taten.

Ähnlich positiv verhält es sich mit der Aufklärungsquote, die 2017 in der nördlichen Innenstadt bei über 62 % und somit auf einem Fünf-Jahres-Hoch lag. Ein Beleg für die intensive Arbeit der Dortmunder Polizei.

Konsequente polizeiliche Maßnahmen mit Null Toleranz gegenüber kriminellen Strukturen führen dazu, dass die Anzahl der Straftaten, vor allem im Bereich der Straßenkriminalität sowie bei Gewalt- und Raubdelikten seit Jahren deutlich sinkt. Es bleibt aber viel zu tun, und das nicht nur für die Polizei. Kriminalität hängt immer mit sozialem Status, Fragen der Integration und anderen gesellschaftlichen Problemstellungen zusammen. Diese gilt es auch gesamtgesellschaftlich zu lösen“, so Polizeipräsident Gregor Lange.

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7 KOMMENTARE

  1. […] Aus Sicht des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Sierau und seines Polizeipräsidenten Gregor Lange (SPD) trägt die Nordstadt ihr Etikett „Problemviertel“ hingegen zu Unrecht: Es habe sich sehr Vieles zum Guten enwickelt, und auch die Sicherheit nehme stetig zu. HIER berichteten wir. […]