Mit Ziegelstein: Polizeibekannter Mann aus Fröndenberg randaliert auf Unnaer Gleis

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Blick auf die Gleise am Bahnhof Unna. (Archivbild RBU)
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Er wollte zuerst nicht aus dem Zug steigen, bewaffnete sich im Anschluss mit einem Ziegelstein und randalierte.

Ein in Fröndenberg wohnender Asylbewerber hat am Samstagnachmittag zweimal die Polizei am Unnaer Bahnhof auf den Plan gerufen.

Der Vorfall tauchte nicht in den Polizeiberichten auf, eine Zeugin gab uns den Hinweis. Heute bestätigte uns die Unnaer Polizeipressestelle den Vorfall und teilte Hintergründe mit.

Der Zeugin war der Randalierer am Samstagnachmittag (12. 5.) gegen 16.30 Uhr am Unnaer Bahnhof direkt entgegen gekommen. Er ging im schnellen Tempo, hatte einen „riesigen Stein“ in der Hand. „Man bekam Angst!“

Der Mann sei dann in den Gleisaufgang abgebogen, wo ihn schon die Polizei erwartete. Jugendliche hätten erzählt, dass der Mann zuvor einen Stein gegen einen Zug geschmettert hatte.

„Er wurde von der Polizei mit einer 8 auf dem Rücken abgeführt.“ Der Zwischenfall wirkte sich auf den Bahnverkehr aus: Der Zug nach Menden wurde ersatzlos gestrichen, der Zug nach Münster fuhr außer Plan von Gleis 4.

Polizeisprecherin Vera Howanietz bestätigte uns heute den Einsatz – mehr noch: Es gab sogar kurz hintereinander zwei Einsätze wegen dieses jungen Herrn.

Gegen 15.30 Uhr wurde die Polizei zum ersten Mal zum Gleis 18 gerufen, weil ein Mann ohne Fahrkarte im Zug saß und sich weigerte, auzusteigen. Die DB bat die Polizei um Hilfe. Die erteilte dem Mann einen Platzverweis.

Der beeindruckte den jungen Herrn offenbar herzlich wenig.

Gerade mal eine Stunde später, gegen 16.30 Uhr, rief die DB abermals bei der Unnaer Polizei an.

„Diesmal informierten uns Bahnmitarbeiter darüber, dass eine Person auf Gleis 18 randalieren würde“, schildert Vera Howanietz. „Derselbe Mann, dem zuvor einen Platzverweis erteilt worden sei, hätte nun Scheiben eines Zuges beschädigt.“

Also erneut mit Streifenwagen, Blaulicht und Signalhorn zum Unnaer Bahnhof. Dort empfingen die Beamten den aggressiven Mann, als er gerade mit einem Ziegelstein in der Hand durch den Bahnhofsbereich ging.

„Den Stein ließ er fallen, als die Beamten ihn dazu aufforderten“, berichtet die Polizeisprecherin.

Der 23 jährige Mann aus Guinea, der in Fröndenberg wohnt, wurde zur Polizeiwache Unna mitgenommen. Dort setzten sich die Beamten mit einem Richter in Verbindung. Dieser sollte über die Ingewahrsamnahme des Afrikaners entscheiden.

Der Richter, schließt Vera Howanietz, erschien vor Ort. „Und ordnete die Entlassung des in ähnlichen Fällen polizeibekannten Mannes an.“

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4 KOMMENTARE

  1. Zur Ergänzung: Genau wie bei alle vergangen und folgenden Einsätzen sind die Kosten für diesen Einsatz und die Kosten für den beschädigten Zug NICHT in den Asylbewerber-Kosten enthalten. Die Steuerzahler zahlt die Party. Die Kosten werden in einem anderen Etat versteckt und vertuscht. Genauso wie die Einsätze selber vertuscht werden.

    Um wieviel Prozent sollen die Grundbesitzabgaben erhöht werden?

  2. Und wieder eine Entscheidung eines Richters der mein Vertrauen in die deutsche Justiz und Rechtsprechung stärkt. Dieser Typ, der bisher weder Ansprachen, noch kurzfristige Festnahme oder sonstiges beeindruckt hat wird wieder frei gelassen ohne Haftgrund. Wann liegt der denn vor??? Wenn er mit dem Messer im nächsten Wahn jemanden nieder gemetzelt hat?? Leider wirken sich diese polizeibekannten Attacken ja nicht auf das Asylverfahren aus. Leider auch nicht auf ein beschleunigtes Verfahren wie von einem Minister aus dem Süden erträumt. Zum einen gibt es keine Verknüpfung zu den Entscheidern zum anderen ist denen das eh egal. Und wenn es dann doch zu einer negativen Asylentscheidung kommt, auch egal. Dann greift unsere „Anti Abschiebeindustrie“. Selbst Klagen ohne Erfolg werden eingereicht. Natürlich nicht vom Asylsuchen selbst. Ich assoziiere da immer das vor dem Asylbewerber ein Vertreter zur Linken von Pro Asyl steht rechts daneben ein Sozi Bürgermeister. Die Sozen können da nicht genug bekommen von dem Klientel so dass sie ja mittlerweile auch den Familiennachzug von Gefährdern fordern. Paris lässt grüßen. Und Deutschland auch, ein Land in dem wir gerne lebten.