18-jähriger Asylbewerber in U-Haft: Zugriff erfolgte an Kamener Straße

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Kamener Straße in Königsborn. (Archivbild RBU)
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Ein 18 jähriger Asylbewerber aus Unna sitzt in Untersuchungshaft. Seine Festnahme durch die Unnaer Polizei erfolgte in der städtischen Unterkunft an der Kamener Straße.

Das sagte uns heute ergänzend zur gestrigen Verhaftungsmeldung Polizeisprecherin Vera Howanietz.

Am späten Mittwochnachmittag (16. 5. 18). hatte die Kreispolizei bekannt gegeben, dass sie in einer Flüchtlingsunterkunft in Unna einen 18 jährigen Iraker festgenommen hatte. Er soll zusammen mit vier weiteren Asylbewerbern aus Albanien bandenmäßige Einbruchsdiebstähle begangen haben, so im Mai vorigen Jahres im Bornekamp und im November in Massen an der Osterkämpe.

Ein anderer Einbruch in Massen – an der Massener Bahnhofstraße – führte zum Ermittlungserfolg: Denn ein dort gestohlener Laptop legte beim Wiederhochfahren eine verräterische Fährte in einen An- und Verkaufsladen in Unna und von dort aus zu dem 18 jährigen Mann, der in der städtischen Flüchtlingsunterkunft an der Kamener Straße in Königsborn untergebracht war.

Dorthin mussten im Februar kurzfristig auch Bewohner der Flüchtlingsunterkunft an der Hammer Straße umziehen: Schwere Brandschutzmängel wurden entdeckt, das Gebäude ist bis auf Weiteres unbewohnbar (Bericht HiER).

Die Flüchtlingsunterbringung an der Kamener Straße (Baujahr 1956) wird in der Auflistung der noch vier städtischen Unterbringungen mit dem schlechtesten Zustand beschrieben und soll deshalb auch abgerissen werden und einem Neubau weichen. Doch akute schlimme Mängel wurden akut der zweiten Königsborner Unterkunft entdeckt.

Der Altbau an der Kamener Straße ist in die Schlagzeilen geraten, weil er einem 2,4 Mio teuren Neubau von doppelter Kapazität weichen, die endgültige Entscheidung zum Bau wird die Unnaer Politik voraussichtlich im Juni zu treffen haben. Seit einigen Wochen sind an der Kamener Straße  Letzter Bericht dazu HIER.

Wie lange der 18 Jährige in Untersuchungshaft bleibt, entscheidet jetzt das zuständige Gericht im Rahmen der Haftprüfungstermine, sagte Vera Howanietz. Die mutmaßlichen Komplizen des jungen Tatverdächtigen wurden bereits im Februar bei einem Einbruch in Drensteinfuhrt (Kreis Warendorf) festgenomen. Sie hielten sich ohne festen Wohnsitz in Deutschland auf. 

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